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Auf die Homepage übernommene Themen:  

 

Report:

-   45. intern. Jahrestreffen Bad Waldsee

    (bereits vorab veröffentlicht)

"Du bekommst keine Teile für das Auto"

     Alt Opel in den USA (Teil 4)

     von Robert Heimerl

-   Der Doktorwagen von Chiasso

     von Mattia Ferrari *782

-   Überall Freunde auf OPEL-Motoclub

     von Philippe Camus *4354

Ausserdem in Heft 237:                                         


Unterwegs:

-    Techno Classica 2016

-    2. europäisches Alt Opel Treffen in

      Frankreich


Technik:

-    Das D-Jetronic Kompemdium von Dr- DJet

      Teil 1, von Dr-Jet


Historie:

-    Seifenkistenrennen

      von Norbert Kelleter

-     Rekorde in der Werbung

      von Stefan Heins


Das Titelfoto…
…hat Ben de Wilde bei unserem Jahrestreffen

in Bad Waldsee aufgenommen. Die ebenso

freundlichen wie hilfsbereiten Mitarbeiter des

Hymer-Museums haben uns auf das
Dach des Museumsgebäudes gelassen.

 

 

 

   

   

   

    “Du bekommst keine Teile für das Auto.”

     Teil 4 unserer Grauimport-Saga aus den USA

 

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Zu Tode gefahren

 

Als die siebziger Jahre zu Ende gingen, schien Opel seine Richtung zu verlieren. Das Design wirkte weniger eigenständig, während gerade der Mittelklassekäufer einer wirtschaftlichen Situation ausgesetzt war, die gerade auch durch gestiegene Ölpreise bestimmt wurde. So wirkten vom Management getroffene Entscheidungen unglücklich mit politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen zusammen, die niemand allein hätte bestimmen können.

Die US-Gesetze wurden in den Achtzigern und Neunzigern weiter verschärft und sie erlaubten nur noch einer kleinen Zahl nicht für den Export bestimmter Modelle die Zulassung und Nutzung in den Vereinigten Staaten. Deshalb sind diese Modelle heute seltener als die in den Sechzigern und Siebzigern regulär vertriebenen Typen.

Auch nach vielen Jahren freue ich mich immer noch, wenn mir ein Rekord, Commodore oder Kapitän begegnet – wenn auch nur noch eine Handvoll davon heute noch im Land präsent ist.  [http://opel-rekord-a-b.blogspot.com/]

Und wenn die US-Gesetze auch nur Autos betreffen, die jünger als 25 Jahre sind, wird es in Europa auch nicht viel anders aussehen. (Anm. d. Red.: Diese Vermutung trifft nicht zu, aber ich wollte bei der Übersetzung nichts weglassen.) Tatsächlich waren diese Autos zum Verbrauch bestimmt, dazu, eben zu Tode gefahren zu werden. Härtere Aufsichtsstandards in Europa beförderten die rostigen Exemplare schnell auf den Schrott und die Preise für Exemplare in gutem Zustand liegen generell recht hoch. (Anm. d. Red.: Aus der US-Perspektive kann man das so sehen.) Damit ist derzeit nicht klar, ob ich wieder einen alten Opel fahren werde, wenn auch die regulär vertriebenen Modelle immer noch regelmäßig bei eBay und Craigslist auftauchen. Vielleicht werden sogar noch mehr davon wieder auftauchen, weil sie dank Internet leichter zu finden sind als in den Zeiten, in denen man noch die letzte Reihe beim Gebrauchtwagenhändler abklappern musste. Der Informationsfluss über Autos und Ersatzteile hat das Oldtimerhobby in ein modernes Business verwandelt. Big money, Dutzende TV-Shows, Hunderte Auktionen, Tausende Ersatzteillieferanten, Millionen potentielle Käufer.

Vor Jahren habe ich auf eBay einen schwarzen Admiral ´38 entdeckt. Dieser Scheunenfund stand in der Nähe von Atlanta und ich bin hingefahren, um ihn mir anzusehen. Das Auto fuhr sogar noch! Doch bald waren die Gebote zu hoch (für mich) und stattdessen hat ein deutscher Opel-Enthusiast den Zuschlag erhalten und den Admiral nach Deutschland geholt. Die weite Verbreitung von Informationen hat eben auch ihre Nachteile. Wenn ein Verkäufer glaubt, dass  nicht viele potentielle Käufer an seinem Angebot interessiert sind, bleiben die Preise in einem vernünftigen Rahmen. Der Admiral war übrigens kosmetisch restauriert, um für Filme verwendet werden zu können, die in der Zeit des Zweiten Weltkriegs spielen. Ein Opel, den ich niemals in den USA zu sehen erwartet hätte. Angeblich wurde der Admiral von deutschen Offizieren gefahren und dann von einem amerikanischen Offizier mitgenommen, als persönliche Reparationsleistung.

 

Die gute alte Zeit war nie so richtig gutdscf4222_265

 

Es ist schon unglücklich, dass von so vielen Autos, die wir über die Jahre gefahren haben, nicht viel mehr geblieben ist als nette Erinnerungen, was natürlich auch mit der Entwicklung vom Schrottplatz zur effizienten Recycling-Industrie zu tun hat. Was diesen Autos nachgefolgt ist, bietet allerdings mehr Sicherheit, Qualität und eine Kombination aus Leistung und Verbrauch, die man sich vor einigen Jahrzehnten nicht einmal hätte vorstellen können. Später im Leben, als ich für eine von Ralph Nader und dem Magazin Consumer Reports gegründete Organisation gearbeitet habe, hingen meine Gedanken oft an den Veränderungen, die ich mit den Jahren beobachten konnte. Bis heute, im Jahr 2013, hat sich noch viel mehr verändert und die Geschwindigkeit der Veränderungen scheint weiter zu steigen. Öffentlicher Druck und fortschrittliche Technologie haben für Verbesserungen und Innovationen gesorgt, die dem durchschnittlichen Autofahrer großen Nutzen bringen. Neue Autos sind besser als je zuvor. 

Außerdem ist es im Internetzeitalter unwahrscheinlich geworden, dass jemand vor Deinem Wagen steht und keine Ahnung hat, um welches Modell es sich handelt. Und heute sagt auch niemand mehr „Du bekommst keine Teile für das Auto“, was auch immer es für eins sein mag. Das ist wirklich Fortschritt, wenn auch heutigen Modellen der Charme und der Charakter der Automobile früherer Zeiten fehlen. 

 

„Niemand musste Sie davon überzeugen, hier zu arbeiten.“

Was die Sicherheit angeht, haben wir uns in wenigen Jahren – zwanzig bis dreißig, denke ich – von der Steinzeit ins Weltraumzeitalter bewegt. Hätte ich heute wieder einen Unfall wie vor vierzig Jahren, damals bin ich stark verletzt worden, würde ich vermutlich ohne eine einzige Schramme einfach aussteigen. Ich fuhr ein Rekord B Coupé und bin fast frontal mit einem größeren, schwereren Chevrolet Caprice zusammengestoßen. Zwar hatte der Rekord schon Befestigungspunkte für Sicherheitsgurte an der B-Säule, doch installiert waren nur Beckengurte. So schlug mein Kopf gegen die Windschutzscheibe und mit den Folgen hatte jahrelang zu tun. Deshalb empfehle ich für Rekord A und B dringend den Einbau von Dreipunktgurten – wenn mir auch klar ist, für ältere Modelle gibt es nicht viele Optionen.

Heute haben wir es gut mit exzellenten Gurtsystemen, verstellbaren Kopfstützen und Airbags für alle Fahrzeuginsassen, ESP und so viel mehr. Nie waren Autos sicherer und das ist gut so. Gut zwanzig Jahre nach dem angesprochenen Unfall habe ich Mr. Nader davon erzählt, weil ich eine weitere Untersuchung über mich ergehen lassen musste. Seine lakonische Antwort: „Niemand musste Sie davon überzeugen, hier zu arbeiten.“

(Anm. d. Red.: Ralph Nader war ein Verbraucheranwalt, der mit seinem Buch Unsafe at any speed berühmt geworden ist – und dem Chevrolet Corvair den Garaus gemacht hat.)

Noch ein ironischer Aspekt: Der Passagier in meinem Rekord B war ein Austauschstudent aus dem Iran. Er war kleiner als ich und so schlug sein Kopf auf das gepolsterte Armaturenbrett. So ist er mit einigen Schrammen davongekommen. 

Sein Land habe ich später besucht und bin gerade noch vor der Revolution 1978/ 79 zurückgekehrt, um meinen Abschluss über internationale Beziehungen zu machen. Auf einer früheren Reise, als es im Land noch ruhiger zuging, konnte ich Ersatzteilhändler in Theran aufsuchen und mich dort mit Teilen eindecken. Ich habe sogar Opel in Deutschland angeschrieben und um einen Ersatzeilkatalog für Rekord A und B gebeten. Jemand im Export ließ Gnade walten und unsere Freude beim Empfang des Kataloges war groß. Opel waren übrigens häufig zu sehen im Iran der späten Siebziger. Später wurde der Commodore B dort montiert und verkauft, allerdings als Chevrolet Iran. Doch dieses Arrangement endete mit dem Sturz des Schah. Ironischerweise blieb jedoch der englische Hillman weiter im Angebot, bis in die neunziger Jahre hinein. Die Marke gehörte zusammen mit Singer, Sunbeam und Simca zu Peugeot. Die Automobilwelt wandelte sich weiter. Wer hätte sich damals vorstellen können, dass Jaguar und Land Rover einmal zur indischen Tata-Gruppe gehören würden? Das habe ich über die Jahre gelernt: Möglich ist nahezu alles – selbst das Überleben eines schweren Autounfalls.

 

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Der endgültige Waisen-Opel 

Wenn auch einige Probleme aus den Tagen des Rekord A uns bis heute beschäftigen. Leben wir heute doch in einer ganz anderen Welt. In einer, die in vielerlei Hinsicht besser ist als die Welt am Ende des 20. Jahrhunderts. Doch ich vermisse die alten Opel und wünschte, ich hätte immer noch einen. Kürzlich habe ich mir einen Kapitän P 2.6 angesehen, der beinahe vierzig Jahre auf einem Schrottplatz nahe Virginia gestanden hat. Ein sehr ungewöhnliches Auto – und sehr, sehr rostig. Offenbar wurde er mal von einem Gebrauchtwagenhändler in Georgia verkauft. Vielleicht ist dieser Kapitän der endgültige Waisen-Opel, denn nicht nur wurde er hier nie offiziell angeboten – ich habe auch noch nie einen anderen in natura gesehen. Vielleicht kann die seltsame Mischung aus US-Design und deutschem Maschinenbau doch noch gerettet werden. Vielleicht taugt er aber auch nur noch als Teileträger für einen anderen Kapitän – so es denn einen in den USA geben sollte.

Ja, das Oldtimerhobby kann süchtig machen. Aber wer diese Zeilen zu Gesicht bekommt, weiß das längst. Es sind nun fast fünfzig Jahre, seit ich „meinen“ ersten Opel gesehen habe und ich sehe mich nun doch wieder nach einem Opel um. Und dank Internet – bekomme ich sogar Teile dafür!  

 

Text und Fotos: Robert Heimerl

Übersetzung: Stefan Heins *1662

 

 

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Der Doktorwagen von Chiasso

Der vielleicht älteste Opel im Tessin

 

Ich muss eins zuerst klarstellen: Die Rede ist hier nicht von einem Doktorwagen im eigentlichem Sinn, also nicht von einem 4/8 PS von 1909. Doch der Wagen, von dem ich hier spreche, gehörte tatsächlich einem Arzt. Und zwar einem ganz besonderen Arzt. Einem Mann der alten Schule, der sehr beliebt und zugleich gefürchtet war, der noch die Medizin von damals betrieb und deshalb nach alter Väter Sitte die Patienten zu pflegen gewohnt war. Er war sehr tüchtig, intelligent und brillant, aber er hatte einen ganz eigenartigen Charakter. Ein stämmiger Mann, bodenständig und imposant, obwohl er mittlerer Statur war. Ich weiß nicht wie er nach Chiasso gekommen ist. Er war ein gebürtiger Bergler aus dem Valle di Blenio (durch dieses Tal kommt man zum Lukmanier-Pass) der seine Praxis nahe der Grenze zu Italien aufgemacht hatte. Er sprach stets sehr direkt und konnte ungeniert jemanden zum Teufel schicken, wenn dieser anderer Meinung war als er. Schon nach seiner Bekleidung konnte man meinen, er käme direkt aus dem 18. Jahrhundert: Er blieb seinem Outfit bis zuletzt treu und deshalb kam er uns älter vor als er tatsächlich war.

Er war einer der wenigen, die sich im Tessin in den ersten Jahrzehnten des vorigen Jahrhunderts einen Wagen zulegen konnten. Noch in den 90er Jahren war er mit seinem Fahrzeug unterwegs, was ein Erlebnis war. Er hatte den Führerschein anno dazumal bekommen, als in der Schweiz noch kein eidgenössisches Straßenverkehrsgesetz erlassen worden war. Die Zuständigkeit des Bundes kam erst später. Es galten deshalb nur einige simple kantonale Regeln. Um es deutlicher auszudrücken: Den Führerschein bekam derjenige, der einen Wagen einigermaßen lenken konnte und keinen Fußgänger und kein Huhn anlässlich der Prüfung überfahren hatte.

Das Problem lag darin, dass unser Arzt in den darauffolgenden Jahrzehnten so weiterfuhr, als ob für ihn die Zeit stillgestanden hätte. Deshalb war es ein Erlebnis, ihm auf der Straße zu begegnen: Man musste unbedingt Vorsicht walten lassen und erst mal abwarten, bis klar war, in welche Richtung er weiterfahren wollte. In Chiasso und Umgebung kannten ihn alle, Grenzgänger inklusive. Dies auch dank des gefahrenen Wagens.

Ich habe mich auf dem Fahrer konzentriert und fast vergessen, das Auto zu beschreiben. Herr Doktor fuhr eine grün-schwarze Opel 8/40 PS Luxus-Limousine Bj. 1929 (gebaut im selben Jahr in dem GM die Aktienmehrheit bei Opel kaufte) und er blieb diesem Wagen ein Leben lang treu. Er hatte den Wagen als Occasion 1936 gekauft, der neu vom damaligen Direktor der Thermalbäder von Stabio TI erstanden worden war. Ich nehme an, dies könnte der älteste Opel im Tessin sein. Ich kenne keinen anderen der älter sein könnte. Zumindest keinen, der so lange auf unseren Straßen bewegt wurde.

Der 8/40 PS war der Nachfolger des Typ 7/34, hatte die gleiche Karosserie, war aber mit einem stärkeren Motor ausstaffiert. Dieser Wagen war damals bei der mittleren Klasse beliebt: Er besaß einen 2-Liter-Motor mit 6 Zylindern, der 40 PS entwickelte, und ein 3-Gang-Getriebe. Der erfolgreiche Wagen (es wurden 20.580 Exemplare der beide Modelle insgesamt gebaut) wog mehr als 1300 kg (je nach Karosserievariante) und konnte 90 km/h erreichen. Charakteristisch war sein „Packard-Kühler“, so genannt nach seiner Form, die derjenigen eines Packard ähnlich war. Typisch für die Reihe 7/34 (1927-1928) und für die nachfolgenden Modelle 8/40 (1928-1930) waren auch die trommelförmigen Scheinwerfer. Je nach Wunsch konnte der Wagen als Limousine, Droschken-Landaulet (von der Karosseriefirma Kühn gefertigt), offener Tourenwagen oder noch als Luxus-Limousine gekauft werden. Diese letzte Variante hatte sich unser Arzt zugelegt, der sich nicht um den Unterhalt des Fahrzeugs kümmerte, weil er sich auf Herrn Ugo Cavadini („Banana“ genannt) verlassen konnte, einen Mechaniker, der in einem benachbarten Dorf wohnte und der sich um den mechanischen Zustand des Opels jahrzehntelang kümmerte.

Anfangs der 50er Jahren legte sich Herr Doktor einen neuen Wagen zu, einen Fiat 1400 der A-Serie. Das Auto mit der Pontonkarosserie war 1950 am Autosalon in Turin offiziell vorgestellt worden. Der Mediziner verließ sich auch auf diesen Wagen bis in die 90er Jahre, weil das Auto ihn zuverlässig begleitete. Den uralten Opel behielt er trotzdem. Man konnte den Arzt überhaupt nicht übersehen, egal ob er mit dem einen oder dem anderen Wagen davon kam. Und jeder in Chiasso und Umgebung passte sich höflich und mit Respekt seinem Fahrstil an!

Beim kantonalen Straßenverkehrsamt waren beide Wagen aus zwei Gründen bestens bekannt. Kein Experte prüfte sie gerne, erstens weil der Arzt immer fest überzeugt war, dass seine Fahrzeuge stets bestens in Schuss waren. Ihm zu widersprechen war gar nicht einfach. Die Prüfung allein war deswegen ein Erlebnis: Die jungen Experten, die den altertümlichen Opel noch nie zuvor gesehen hatten, waren nicht einmal imstande diesen zu starten, geschweige denn ihn zu bewegen und ihn richtig zu kontrollieren. Und die alten Experten waren entweder vor vielen Jahren von ihm behandelt worden oder hatten Verwandten, die dem Arzt für seine professionell erbrachte Leistung lebenslang dankbar waren. Aus diesen Überlegungen empfanden alle MFK-Prüfer viel Sympathie für den alten Arzt und dementsprechend auch für seine Fahrzeuge. Sie befürchteten jedoch die Reaktion des Mediziners, wenn sie etwas am Auto beanstanden würden. So kam es öfter vor, dass der Wagen des Arztes die Prüfung passierte, auch wenn nicht gerade alles in bester Ordnung war. Ich war mit einem dieser älteren Prüfer befreundet, der mir sehr amüsiert dies alles erzählt hat. Ich möchte jedoch nicht falsch interpretiert werden. Der Opel und der Fiat waren stets fahrtüchtig, der „Banana“ hat sie immer gut gewartet. Sie wurden jedoch mit einem eher milden Auge geprüft und Kleinigkeiten, die normalerweise zu beanstanden wären, wurden beim Arztwagen toleriert. Und so machte der Arzt die Straßen weiterhin unsicher, aber nicht wegen des Zustandes der Wagen, sondern eher dank seiner wilden Fahrweise!

Der zweite Grund ist heikler. Der befreundete Prüfer hat mir erzählt, dass das größte Problem bei den Autos des Arztes der Innenzustand war, der sich immer sehr ungepflegt präsentierte, sehr schlecht roch und deshalb zum Einsteigen nicht gerade einlud. Dies sowohl beim Opel als beim Fiat. Auch deswegen dauerte die amtliche Prüfung nur wenige Minuten! Jeder Experte wollte unbedingt so schnell wie möglich aussteigen.

Der Arzt hatte zu seinen Wagen eine besondere Beziehung. Er pflegte sie mechanisch, aber er wusste angeblich nicht einmal, dass der Lack ab und zu hätte poliert werden können. Ich mag mich erinnern, dass der Fiat eine komische dunkle Farbe hatte. Ich habe nie herausgefunden, ob der Wagen schwarz, dunkelgrau oder dunkelbraun damals neu geliefert wurde. Die Bilder, die ich habe, sind alle in schwarz-weiß. Die Karosserie wies eine Mischung dieser Farben auf und war sehr matt. Der Opel war grün mit schwarzen Kotflügeln und die grüne Farbe blieb nach wie vor auch ohne Pflege einigermaßen präsentabel.

Wann genau der Arzt den Fiat aufgab ist mir nicht bekannt. Ich glaube, gegen Mitte der 90er Jahre. 1992 besaß er den Fiat (der sich übrigens mit einem speziellen Frontgrill präsentierte) mit Sicherheit noch.

Nach seinem Tod machte sich keiner mehr Gedanken über den Opel. Ich hatte ihn selber vergessen, bis eines Tages im Jahr 2004 sein Sohn sich bei mir meldete und sagte, der Opel sei noch in der Garage, seit Jahren abgemeldet. Ich wollte etwas mehr über den Wagen erfahren und fuhr hin. Das war ein erlebnisreiches Wiedersehen. Mir kamen die alten Erinnerungen wieder in den Sinn. Ich schloss für einige Sekunden die Augen und sah, wie der grüne Wagen mir knatternd entgegen kam und am Steuer saß er, der berühmte Arzt mit seiner Mütze, stets dunkelgrau gekleidet, mit Weste und der Uhr an der Kette, der so fuhr, als ob er sich allein auf der Straße befunden hätte.

Der Wagen, der zu lange in einer feuchten Garage gestanden war, schien angeblich noch ganz zu sein, immer noch grün und schwarz. Vorne hatte man ihm zwei moderne Blinker verpasst und die Heckleuchten waren ebenfalls nicht original. Ausser einigen Zusatzschalterm entsprach die Innenausstattung noch dem Original. Der Innenraum roch immer noch schlecht aber das Schlimmste war, dass die ganze Holzstruktur völlig morsch war. Die linken Türen standen schief weil sie keinen festen Halt mehr hatten; man sollte sie vorsichtig bewegen sonst wären sie umgefallen. Das Interieur präsentierte sich in einem katastrophalen Zustand und die Mechanik hatte keinen Mechaniker seit Jahrzehnten mehr gesehen. Die letzte Hand hatte sehr wahrscheinlich noch der Mechaniker „Banana“ Cavadini angelegt, der Jahre vor dem Doktor gestorben war. Der Motor sprang nicht mehr an und von einer Probefahrt konnte man somit nur träumen. Wenn Getriebe, Differential und Bremsen im ähnlichen Zustand wie der ölfeuchte Motor gewesen wären, dann hätte man zu wenig von der alten Substanz retten können.

Der Arzt posierte damals (ich nehme an, in den 60er Jahren) vor dem Wagen zusammen mit seinem Mechaniker und hatte sich fotografieren lassen, als der Opel die stolze Leistung von 250.000 Kilometern erreicht hatte. Der 8/40 PS dürfte leicht 300.000 Kilometer oder noch mehr erreicht haben. Das Bild bezeugt übrigens die Beziehung, die er zum alten Opel hatte: Er war stolz auf sein treues Gefährt und wollte dies bezeugen.

Eine Restaurierung wäre – wenn überhaupt – sehr aufwendig gewesen und hätte vorausgesetzt, dass ein tüchtiger Schreiner noch imstande gewesen wäre, die Holzteile originalgetreu, fachgerecht und kompetent nachzubauen, was bei uns nicht der Fall war. Ich muss es gestehen: Ich hätte den Wagen mehr aus nostalgischen als aus rationalen Gründen gekauft. Aber bei solchen Objekten kann man sich wohl fragen, was da als rational zu gelten vermag. Die in Aussicht gestellte Restaurierung sprengte den Rahmen meiner Möglichkeiten, sodass ich für einmal rational blieb und drauf verzichtete. Mein Karossier hatte mich ausdrücklich gewarnt: Er hätte den Wagen nicht angerührt, so schlecht war dessen Zustand.

Was mit dem Wagen geschehen ist weiß ich nicht. Ob die Erben ihn behalten oder verkauft haben kann ich leider nicht sagen. Das Haus und die angelegte Remise des Herrn Doktor in Chiasso stehen nicht mehr und es ist anzunehmen, dass der Wagen nicht überlebt hat. Wie dem auch sei: Im Zustand, in dem ich den 8/40 im Jahr 2004 gefunden hatte, hätte er mit Sicherheit keine amtliche Prüfung bestanden, auch nicht wenn der barsche Arzt heftig protestiert hätte!

 

Mattia Ferrari *782

 

 

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„Überall Freunde auf OPEL-Motoclub“ …oder von denen, die es lieber nicht sein sollten…

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Aufnahme Getriebe original

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Großes Hurth-Getriebe mit Opel-Deckel

kleines_hurth_getriebe_265_01Kleines Hurth-Getriebe

„Überall Freunde auf OPEL-Motoclub hieß es in der Anzeige, die Ende der 20er Jahre auf das neue Motorrad aufmerksam machen sollte. Aufmerksam wurde ich sofort auf die Motoclub, als die neue Ausgabe des „Zuverlässigen“ Nr. 234 in meinen Händen hielt – es ist nämlich meine.

Freundlicherweise wurde in dem Beitrag unseres Typreferenten für Motoclub mein Name geändert, jedoch möchte ich die nächsten Zeilen damit nutzen, meinen Teil zu dieser unglaublichen Geschichte von Herrn „Müller“ und Herrn „Schmitt“ zu erzählen.

Alles begann irgendwann in den späten 70ern oder Anfang der 80er Jahre, als ich als kleiner Bub von ein paar Jahren mit meinem Vater die Jahrestreffen besuchen durfte. Mit Begeisterung erklärte er mir die ganzen Fahrzeuge. Einmal war auch eine Motoclub dabei – „das ist etwas ganz Seltenes“ – und ich war sofort fasziniert von dem silbernen Motorrad mit den roten Reifen und dem roten Sattel. Jahrelang habe ich dann Berichte über dieses tolle Motorrad in Zeitschriften gelesen, doch auf den Treffen waren leider kaum noch welche zu bestaunen.

Die Jahre vergingen und ich hatte irgendwann auch meinen Motorradführerschein. Die Motoclub blieb aber ein ungreifbarer Traum. Schließlich wurde ein anderer Traum für mich war, eine Indian Chief Baujahr 1946. Die Freude an dem Motorrad hielt allerdings nur kurze Zeit an und so beschloss ich, die Indian wieder zu verkaufen.

Genau an dem Tag, als ich die Indian ihrem neuen Besitzer übergeben hatte, bin ich auf eine Anzeige für eine Motoclub gestoßen. Welch ein Wink mit dem Zaunpfahl des Schicksals, dachte ich mir, und schon wenige Tage später fand ich mich beim Verkäufer ein.

„Der Motor wurde von einem Motoclub-Spezialisten überholt, das komplette Motorrad wurde beschichtet, nicht lackiert, alles original, kein Nachbau“, preiste der Herr die Motoclub an, die in einer wunderschönen Altstadtvilla nahe Magdeburg im Treppenhaus stand.

„Es fehlt noch die Antriebskette und die Elektrik muss noch gemacht werden. Das habe ich aber nicht gemacht, weil ich das Motorrad verkaufen will.“

Das kann man nachvollziehen, allerdings hatte ich bei der Indian kurz vorher noch den TÜV gemacht und die Kupplung erneuert, der neue Besitzer soll ja nicht gleich am ersten Tag schrauben und sich ärgern müssen. Außerdem wollte ich sie mit bestem Gewissen übergeben.

Der Preis für die Motoclub war ganz und gar nicht günstig, aber das wissen alle Oldtimerfahrer , die unbedingt ein ganz bestimmtes Exemplar haben müssen, dass Angebot und Nachfrage den Preis bestimmen und Restaurationen auch ihren Preis haben, der oft den Marktwert übersteigt.

Am nächsten Tag war es dann endlich soweit und ich konnte bei Tageslicht meine neue Errungenschaft aus meinem Bus abladen.

Bei Tageslicht fielen mir das erste Mal tiefe Kratzer und Schleifspuren auf dem vorderen Kotflügel auf. Jeder, der schon mal ein Teil verchromen lassen hat, weiß nur zu gut, wie sehr feine Kratzer nach dem Galvanisieren auffallen. Das hat mich dann schon sehr geärgert, denn das ist mir Vortag im Treppenhaus nicht aufgefallen, auch beim Aufladen nicht.

Na gut, daran kann ich jetzt leider auch nichts mehr ändern.

Die beiden Ketten für Antrieb und Getriebe waren schnell besorgt, also machte ich mich auf die Suche nach einer passenden Tachowelle und ich postete gleich ein Bild von meiner Motoclub in einem Motorradforum. Schnell bekam ich auch Hilfe in Form von „Du weißt schon, dass dein Getriebe da nicht reingehört und mit deinen Fußrasten stimmt auch was nicht.“

Das war ja ein toller Einstieg in die Welt der Motoclubfahrer!

Sehr schnell stellte sich heraus, dass bei mir ein Hurth-Getriebe verbaut ist, original war jedoch ein Getriebe von Opel bzw. Burman verbaut, mit einem wunderbaren Logo mit dem Opel-Auge darauf.

Da Herr Nöll in seinem Buch über die Motoclub geschrieben hat, dass oftmals Hurth-Getriebe als Notbehelf verbaut sind, dachte ich mir, das wird bei der Maschine auch so gewesen sein.

Die Tachowelle hat mir ein guter Bekannter aus der Oldtimerszene angefertigt.

Dann war es soweit, die Ketten waren montiert und schon gleich sollte der erste Startversuch erfolgen. Schon beim ersten Tritt bin ich mit dem Kickstarter durchgerutscht. Auch hat sich die Kupplung nicht einstellen lassen. Also habe ich die Kupplung zerlegt und musste feststellen, dass die Korkbeläge dünner waren als die Tageszeitung, sofern sie überhaupt noch vorhanden waren.

Kurz nachdem die Kupplungsbeläge neu bekorkt waren hat sich auch ein Abdeckblech mit Opel-Auge aufgetan, das allerdings für ein Opel-/Burman-Getriebe gedacht ist.

Also wurde fleißig im Internet danach gesucht, ob schon mal jemand einen solchen Opel-Deckel auf ein Hurth-Getriebe gebaut hat. Die Recherchen diesbezüglich waren auch sehr positiv und schon bald hatte ich die Gewissheit, dass das der Opel-Deckel für die Kickstarterfeder nur minimal größer ist als das Abdeckblech für die in der Motoclub möglichen Hurth-LC-Getriebe. Mein Hurth-Deckel war jedoch gleich um ein paar Zentimeter kleiner als das Opel-Abdeckblech. Des Rätsels Lösung lag darin, dass ich gar kein passendes Getriebe hatte, sondern ein kleines Hurth-Getriebe für Motorräder mit Motoren bis 350 cm³.

Das war der Zeitpunkt, an dem ich ins Grübeln kam. Mein Entschluss war dann, ich fahre jetzt einfach mit dem zu kleinen Getriebe und wenn es kaputtgeht, muss es sowieso überholt werden und dann könnte ich mich nach einem geeigneten Getriebe umsehen.

Zeitgleich habe ich zufällig auch den früheren Besitzer meiner Motoclub in Österreich kennengelernt, der damals die Maschine an meinen Vorbesitzer verkauft hat. Es folgten lange Telefonate, bei denen sich herausstellte, dass beim Verkauf das originale Opel Getriebe verbaut war. Ebenfalls erzählte er mir, dass er sich damals eine Fußrastenanlage hatte anfertigen lassen. Bei mir war nur ein gerades Rohr verbaut, an dem die Gummiteile direkt angebracht waren. Es fehlte das einstellbare Zwischenstück, mit dem man die passende Sitzposition einstellen kann. Besonders stolz war er auf seinen originalen Tachometer, den er sich mit originalen Ersatzteilen für sündhaft teures Geld hat überholen lassen hatte. Komisch, dachte ich mir – bei mir ist aber nur ein Autotacho verbaut, der ein Motoclub-Ziffernblatt erhalten hat.

 

foto_verkaufsanzeige_265Ich kontaktierte meinen Verkäufer und wollte nachfragen, ob das damals verbaute Opel Getriebe noch vorhanden sei. Dieser antwortete jedoch, dass keine weiteren Teile vorhanden waren. Als ich ihm von meinem Gespräch mit dem Vorbesitzer erzählte, verwies er darauf dass ich die Maschine gesehen hätte und mit dem Kaufvertrag dem Zustand und Preis zugestimmt habe. Unrecht hatte er da leider nicht. Also musste ich es hinnehmen, dass meine Motoclub leider doch nicht so gut war wie ich zuerst vermutete und dass sie vor dem Verkauf erst einmal ordentlich geplündert worden war, um die interessanten Teile zu sichern.

Kurz danach „stolperte“ ich jedoch über ein passendes Hurth-LC-Getriebe. Die meiste Arbeit daran war schon gemacht. Wie sich kurz danach herausstellte, führte an Glasperlenstrahlarbeiten jedoch kein Weg vorbei. Auch war das Getriebe nicht ganz vollständig, jedoch war es schon mal ein guter Anfang dachte ich mir. Leider waren die fehlenden Teile nicht zu beschaffen, aber kurz nach dem Kauf bot der gleiche Verkäufer ein weiteres, aber vollständiges LC Getriebe an. Also nahm ich wieder Kontakt zu ihm auf und bat ihn, das andere Getriebe wieder zurück zu nehmen, worauf er sich allerdings nicht einließ. Ich war zu diesem Zeitpunkt schon richtig am Kochen.

Aber ich habe auch schnell richtig tolle Motoclubfahrer kennen gelernt und ein Motoclub-Schrauber bot mir an, das Getriebe zu überholen und aus beiden Getriebe eines zu machen. Das war ein Angebot, das ich sehr gerne angenommen habe. Jedoch kam auch schon bald die Nachricht, dass eigentlich nur ein Gehäuse zu verwenden sei. Die Zahnräder selber waren schon abgenutzt und wenn man sich die Arbeit macht das Getriebe zu überholen, dann sollte es gleich vernünftig gemacht werden. Also wurde ein neuer Kupplungskorb gefräst, das Getriebe überholt und mein geliebter Opel-Deckel wurde auch eingepasst. Das war fertige Getriebe freut mich heute immer noch sehr.

Allerdings kamen jetzt schon wieder die nächsten Probleme: ich konnte das Getriebe nicht aufhängen. Opel Motoclubs haben insgesamt 6 Langlöcher um das Getriebe aufzuhängen. Wahlweise mit 4 Bolzen oder bei einem Austauschgetriebe auch für 2 Bolzen. Da ich jedoch eine sehr frühe Motoclub mit einem Rahmen von Neander habe, hat mein Rahmen nur die Möglichkeit für eine 4-Bolzenaufhängung. Es hat mir schon sehr wehgetan, als ich mir 2 zusätzliche Langlöcher in meinen Rahmen fräsen musste, waren die Langlöcher für 4-Bolzenaufhängung doch eine Seltenheit der ersten Motoclubs. Aber manchmal muss man einfach einen Kompromiss schließen.

Als alles fertig war, ließ sich mein Getriebe jedoch nicht schalten – ich hatte ja die originale Opel-Burmann Schaltkulisse verbaut. Also wurde hier eine Schaltkulisse für Hurth Getriebe besorgt und angepasst, weil es ja eh schon Wurst ist.

Mittlerweile war schon ein halbes Jahr vergangen und die Maschine sollte jetzt schnell fertig werden. Ich wollte eigentlich damit am berühmten Roßfeldrennen an den Start gehen. Jedoch blieb der erhoffte Zündfunke aus. Also schickte ich den Lichtmagnetzünder zur Überholung –

und da musste so gut wie alles neu gemacht werden. Anker neu wickeln, die Magnete neu aufmagnetisieren, den in die falsche Richtung drehenden Unterbrecher reparieren usw. Also war auch mein Lichtmagnetzünder Schrott.

Nachdem mein Maschine jetzt eh erst einmal für längere Zeit ohne Lichtmagnetzünder war, habe ich erstmal die Räder abmontiert, um sie von einem Radspanner prüfen zu lassen. Mittlerweile war ich nämlich schon sehr misstrauisch, was den „tollen“ Zustand meiner Motoclub betraf.

Beim ersten Versuch eine Speiche nachzuziehen, war diese auch gleich gebrochen. Auf dem zweiten Blick viel meinem Radspanner auf, dass sämtliche Speichen unter Spannung standen und er wusste auch kurz danach auch weshalb. Ich hatte nämlich gar keine Speichen, sondern nur gebogene Rundstahlstäbe mit selbst geschnittenem Gewinde. Das Problem lag allerdings in der Krümmung der unteren Speichenenden. Da diese nicht so sauber sitzen wie richtige Speichen, waren meine „Speichen“ immer unter Spannung. Also sollten jetzt auch noch neue Speichen her und nachdem die roten Reifen abmontiert waren, zeigte sich auch, dass die Felgen auch nicht gerade das waren, was man als rund bezeichnet und auch seitlich war eine Felge gebogen.

Jetzt wollt ihr bestimmt wissen, ob die Geschichte noch ein gutes Ende gefunden hat? Ich muss euch leider enttäuschen. Die Geschichte mit den Speichen hat mich letztendlich nun doch dazu veranlasst, das Motorrad komplett zu zerlegen und wirklich alles Schritt für Schritt durchzugehen. Wie bei einer Restauration, wenn man sich einen „Garagenfund“ oder „Spätheimkehrer“ restauriert oder renoviert. Das war allerdings eine gute Entscheidung, denn dabei hat sich auch herausgestellt, dass in meinem Lenkkopflager auch nur die Hälfte der Teile vorhanden sind, die eigentlich verbaut sein müssten. Bei der Gelegenheit wird die Motoclub jetzt auch komplett lackiert. Mich hatten die Kratzer an den nachgefertigten Kotflügeln schon immer gestört und außerdem veränderte sich langsam die Farbe meiner Beschichtung täglich in eine grün schillernde Gelverzinkung. Entweder ist mir das anfangs nicht aufgefallen, oder die Farbe einer Verzinkung ändert sich tatsächlich allmählich.

Mit erschrecken habe ich den Bericht in der letzen Ausgabe gelesen, dass Betrüger aus Polen versucht hatten, mein Motorrad zum Schein zu verkaufen.  Jedoch hat sich gezeigt, dass ich selber schon im Vorfeld auf ein nicht ganz astreines Geschäft hereingefallen bin.

Jedoch bin ich dank der Motoclub vielen netten und hilfsbereiten Leuten begegnet und ich freue ich mich immer sehr auf neue Nachrichten von ihnen. Dass Herr „Schmitt“ doch noch eine Motoclub gefunden hat, freut mich sehr. Ich hoffe, er wird viel Freude damit haben. Es würde mich auch sehr freuen, wenn sich zum Jahrestreffen 2017 mehrere Motoclub/- Opel Motorradfahrer zusammenfinden würden. Zum Treffen 2016 bin ich leider verhindert.

 

Philippe Camus *4354

 

Anm. d. Red.: Was für ein Pech! Liebe Mitglieder, nutzt doch bitte unseren Service und nehmt einen Typreferenten oder einen vom Typreferenten vermittelten Experten mit. Niemand sieht alles, aber wer ohne Kaufabsicht und mit kühlem Kopf besichtigt, sieht schon einiges.

 

 

 

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