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 28. Januar 1972

Einen Monat vor meinem achten Geburtstag gab es wieder einmal einen Anlaß für eine Opel-Sonderausstellung im damaligen großelterlichen Opel-Händlerbetrieb: die Vorstellung des neuen „Opel Rekord II“.

Die Erwartungen an die Verkaufsergebnisse des neuen Mittelklassemodells waren hochgesteckt und sollten trotz Energiekrise etc. schlussendlich nicht enttäuscht werden.

Die überraschend fahrerorientierte Gestaltung der Armaturentafel (später als BMW-Merkmal gerühmt), der moderne Innenraum, das dazu passende italienisch attraktive und klare Design der Karosserie und die

weiterentwickelte Technik insbesondere hinsichtlich des „Tri-Stabil-Fahrwerks“ ergaben ein Paket, das Rekord und Commodore zum Marktführer in Europas Mittelklasse prädestinierte. Die zu erwartende Wirtschaftlichkeit und Zuverlässigkeit entsprachen besten Opel-Tugenden und trugen ihren Teil dazu bei, dass Opel im Premierenjahr unangefochten die Nummer eins der Zulassungsstatistik in Westdeutschland eroberte.

Zwei Monate später im März 1972 folgte mit der Präsentation des Commodore-B sozusagen die Kür. Schon als Grundschüler verstand ich, daß „ein solcher Wagen kommt nicht jedes Jahr“ keines-wegs nur Marketingdeutsch war.

Auf dem Beifahrersitz von Vaters weißem Commodore konnte ich erleben, daß Opels Sechszylinder-Mittelklasse bei artgerechter Fahrweise nicht viele überlegene Gegner auf der linken Spur der damaligen BAB´s hatte. All dies trug dazu bei, dass diese Baureihe insgeheim immer mein Favorit im Opel-Programm der letzten sechs Jahrzehnte war, und einige Jahre nach dem Kauf eines Commodore-Lenkrades folgte konsequent die Anschaffung eines GS-Coupé aus Rentnerhand.

 

Heiner Schnorrenberg

Mitglied des Vorstandes der ALT-OPEL IG von 1972 e.V.

 

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