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Das Titelbild:

50 Jahre Kadett A , davon handelt die Titelgeschichte dieser Ausgabe.

Das Bild stammt aus dem Opel-Classic Archiv der Adam Opel AG,

es zeigt die Rohkarosserien auf dem Band.

 
Die hier vorgestellten Inhalte sind nur eine Auswahl
der tatsächlich im Heft behandelten
Themen.

Auf die Homepage übernommene Themen sind:

50 Jahre Kadett Bochum

10 Jahr Kadett A

Kadett A Motorsport

-  Rekord 2 Lieferwagen

Mitgliederbereich:
- Fontera USA

Kapitän Rettung

Ennstal-Classic 2012

Kadett: Kurz gesagt: O.K.

 

50 Jahre Kadett

50 Jahre Opel Bochum

Text:  Dr. Frank Thieme *194

Fotos:
Opel Classic Archiv der Adam Opel AG,
Dieter Budke *3073,
Archiv Bart Buts *2307

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Leseprobe:

In den späten 1950er Jahren ist der Automobilsektor noch auf längere Sicht eine Wachstumsbranche. Sie gilt unangefochten als Schlüsselindustrie. Denn der Motorisierungsgrad in Westdeutschland wird als rückständig angesehen. Und dies, obwohl die Produktion an Kraftfahrzeugen 1960 immerhin das Siebenfache des Niveaus von 1950 erreicht hat. Aber die Kapazitäten der Hersteller reichen nicht aus, um den Nachholbedarf an Kraftfahrzeugen zu stillen. Noch ahnt niemand, dass schon 1961 das Borgward-Imperium untergehen wird, oder die Marke Glas im niederbayerischen Dingolfing 1966 von BMW geschluckt und alsbald abgewickelt sein wird.

Opel ist in diesen Jahren äußerst erfolgreich. Die Fahrzeuge mit dem Blitz gelten als robust, als zuverlässig und sie sind bezahlbar. Zugleich begeistern sie mit einer modischen Form. Man zeigt sich gern im Opel und demonstriert selbstbewusst, „es geschafft zu haben“, denn der wirtschaftliche Aufstieg braucht Symbole. Häufige Modellwechsel schaffen Kaufanreize und neue Modelle sorgen für preisgünstige Gebrauchtwagen. So kommt die Massenmotorisierung voran. Rekord und Kapitän bedienen die „Aufsteiger“ der Republik, denen Volkswagen am einen Ende der Rangskala und Mercedes am anderen nichts anzubieten habe. Auch Behörden.....

Fünf Generationen Kadett bilden seit 1993 ein abgeschlossenes Kapitel
Geschichte

Evolution – auf den sachlichen Kadett A folgte
der bürgerliche (und sehr erfolgreiche) B, der C geriet wieder schlicht und erinnerte in seiner Ausstrahlung stärker an das Urmodell. Kadett D und E gehören bereits der neuen Generation von Automobilen an, mit besserer Raumökonomie dank Frontantrieb, aerodynamisch ausgefeilter Karosserie und rationeller Fertigung

Rohkarosserien auf dem Band. Ein Trumpf des 1962 noch übermächtigen Volkswagens war seine Karosseriequalität. Opel bemühte sich mit enormem Aufwand in Konstruktion, Fertigung und Qualitätssicherung, aufzuholen Da muss er jetzt durch – ohne den Weg über den Bremsenprüfstand verließ kein Kadett A das Werk Bochum

Auch von unten wurden die Kadetten vor der Auslieferung noch einmal geprüft Hier werden die Räder montiert

Bochum ich komm´ aus Dir“ – Kadett A auf den letzten Metern im Werk Bochum Wer den enormen Aufwand einzuschätzen vermag, den Opel in die Produktion des Kadett A gesteckt hat, liest diesen Werbespruch anders als der Kunde, der damals einfach ein moderneres und sportlicheres Auto für sein Geld wollte.

 

 

10 Jahre mit einem Opel Kadett A

Text und Fotos:
Helmut Neubauer * 2753 
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Leseprobe:

Hier schreibe ich darüber, wie ich zum Kadett A gekommen bin, wohin wir in den gut 10 Jahren damit gefahren sind und schließlich auch über die dabei entstandenen Kosten.

Am 11. August 2001 habe ich unseren Oldtimer gekauft. Sicher, an einen Oldtimer gedacht hatte ich schon länger, aber jetzt wurde der bevorstehende Ruhestand doch deutlich am Horizont erkennbar. Gedanken, welches Fahrzeug es werden sollte,hatte ich mir auch gemacht, besonders aber auch

 
darüber, wozu ich noch ein Auto wollte: zum Genussfahren wollte ich einen Oldtimer. Gut, dann einen, „der läuft und läuft“ oder einen „Zuverlässigen“? Einen mit Bezug zu meinem Leben wollte ich.

Nach dem Krieg hatte mein Vater viele Opel gefahren:

  • -1,2 l Opel

  • -Opel P4 (mit Heckbrücke und Koffer)

  • -Opel Kadett (K38)
    • -Olympia Rekord 1953 (Haifischmaul)...

Bei einer kleinen Ausfahrt zum Hintersee

Gegenüber der Loreley

Noch fremdeln die beiden Kadett A

 Fahrspaß

 

Opels Knüller im Motorsport

Text:
Stefan Heins *1662

Fotos:

Norbert Kelleter *3890

Inserat:

Archiv von Bart Buts *2307

 

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Kurz gesagt OK- im Motorsport 

Der Kadett A war nicht nur Opels Neuanfang in der kleinen Klasse und an einem neuen Produktionsstandort, er markiert auch durch seinen Einsatz in Kundenhand eine Zeitenwende: Mit dem neuen Kadett war Opel nach langer Pause plötzlich wieder zurück im Motorsport, wenn auch ohne eigenes Zutun. Tatsächlich leiteten Kunden und Händler die Entwicklung ein, die schließlich im Sieg bei der Rallye-WM durch Röhrl/ Geistdörfer im Jahr 1982 führen sollte.

 
Der Kadett A im Motorsport, dieses Kapitel der Opel-Historie ist ebenso vielschichtig wie umfangreich, es lässt sich nicht als Fußnote des Jubiläums abhandeln und folgt daher in einer späteren Ausgabe. Zum Jubiläum nur einige aktuelle Bilder aus dem Fundus von Norbert Kelleter *3890, der auch die Bildunterschriften beigesteuert hat. Wenigstens in Skandinavien sind immer noch zahlreiche Kadett A auf der Rundstrecke unterwegs! ...
# 22, D. Henningsson, Schweden. Fuhr schon 1974 Ascona A, kleine Rallyes. Seit sechs Jahren mit dem Kadett A unterwegs, geht auch quer durch die Kurven, wohl der beste Kadett-A-Fahrer in der Szene dort. Fotografiert ebenfalls in Falkenberg. Wie auch A. Hansen unterwegs mit kleinem Budget. Motor bereits in der dritten Saison, Weber-Vergaser. # 66, A. Hansen, Norwegen. Junger Nachwuchsfahrer, dritte Rennsaison überhaupt. Aufgenommen in Falkenberg, Schweden. Neuer Motor mit Solex- statt Carter-Vergaser.

Das Reglement erlaubt Veränderungen nur begrenzt. Jeder Wagen muss Überrollkäfig und Feuerlöscher haben. Frontscheibe Verbundglas, Rest Makrolan, Innenraum ausgeräumt. Für alle Wagen in der Einliterklasse sind Dunlop CR65 vorgeschrieben.

Auch Sporterfolge sind Leistungsbeweise“ – Opel beeilte sich, die Deutungshoheit über die vielen Privatinitiativen zu erlangen.

Das Inserat stammt aus dem Archiv von Bart Buts *2307.

 

Report Rekord II Lieferwagen

Text und Fotos :

Mattia Ferrari *782

 

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Leseprobe:

Die Rekord II Reihe hat bei mir eine lange Geschichte. Die erste Limousine 1900 Bj. 1976 – grün mit schwarzem Vinyldach und L-Ausstattung – kaufte ich 1979. Sie wurde nach einem leichten Unfall 1981 durch einen neuen Rekord E 2.0 S ersetzt, orange mit schwarzem Vinyldach und notabene mit der in der Schweiz angebotenen Montana-Ausstattung, d.h. mit Sperrdifferential, Sitzheizung und spezieller Winterausrüstung. Diesen Wagen habe ich übrigens behalten.

Dann kam die Caravan-Reihe. Der zweite Rekord II war ein 5-türiger Caravan der einst bei der Stadtpolizei Bellinzona seinen Dienst

 
tat. Er wurde hellblau umgespritzt und fuhr brav vier Jahre lang bis mir WilliThommen einen gelben 5-türigen 2000 anbot. Er wurde instand gesetzt und wir fuhren ihn jahrelang. Dann kam ein roter Millionnaire-Caravan, der aber bald einem Liebhaber verkauft wurde. Den von Adam am CH-Treffen in Giubiasco TI am Lotto gewonnenen Rekord II Limousine ist ebenfalls noch da.

2011 bekam ich eine Mail-Nachricht von einem Freund: ob ich an einem Rekord II Lieferwagen Interesse hatte? Das Auto stand in Italien, war bereits restauriert und nach den Fotos sah er gar nicht so schlecht aus. 

 

Ich nahm Kontakt mit dem Besitzer auf, der mir alles auflistete, was er daran bereits gemacht hatte. Neu waren Tank, Bremsen, Stossstange vorne und hinten, Scheinwerfer,Schlusslampen, Frontscheibe mit neuer Dichtung, Kühler, Radio mit el. Antenne, beide Aussenspiegel, usw. Eine komplette Lackierung war bereits ausgeführt worden. Der Besitzer hatte sogar eine Klimaanlage eingebaut (na ja, nicht gerade mit solchem Wagen kompatibel, aber immerhin zeitgemäss) die aber noch nicht funktionierte. Kurz gesagt, ich konnte nicht widerstehen. Das Auto war sehr selten ...

Selbst als Lieferwagen eine elegante Erscheinung – Rekord II alias Rekord D Der Innenraum bietet ein ungewohntes Bild: Die Lenkradschaltung galt in den Siebzigern bereits als unzünftig, das Pin-Up am Heizungshebel gehörte in ein Handwerkerauto

Rekord 2100 D – der Diesel war für Opel ein Novum, und er ließ den Rekord D in der Werbung zum Rekord II werden, wegen der Verwechslungsgefahr

Schafft gut was weg – dank Blech statt Glas lässt sich der Lieferwagen bis unters Dach beladen, was den Erstbesitzern nur recht war, was aber auch für erhöhten Verschleiß gesorgt hat In Boxer Darco hat der Lieferwagen wenigstens einen Freund gefunden

 

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