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Das Titelbild:

..... kommt von Paolo Trapani *986 aus der Schweiz. Der vorgesehene Titelbeitrag wurde nicht rechtzeitig fertig und so kam die Stimmungsvolle Geschichte über Paolos P4 beim Film ganz nach vorne.

Inhalt DZ 218:

 

-Der Film „Nur ein Schritt“
-50 Jahre Rekord A? 50 Jahre im Rekord A
-Ein Diplomat kehrt zurück
-Ein Admiral beim Concours d`Eleganc
-Sonja von Opel
-Ein Gedicht
-Der Saxomat/Olymat
-Opel Kühlschrank Frigidaire
-Norbert Büchner stellt sich vor
-Aus den Typgruppen
-Bremen Classic 2013
-3. Nordi Classic Car Show
-Bizzarrini GT Europa
-Schuhkartonseite

 
Die hier vorgestellten Inhalte sind nur eine Auswahl
der tatsächlich im Heft behandelten
Themen.

Auf die Homepage übernommene Themen sind:

- P4 beim Film

- 50 Jahre Rekord A

- Bizzarrini GT Europa 

Mitgliederbereich:
- Opel Kühlschrank Frigidaire

 

Der Film „Nur ein Schritt“

Wie mein Opel P4 zum Film kam.

 

von Paolo Trapani *986

     

Aus dem Gewimmel bei den Dreharbeiten… 

…werden schließlich solche ruhigen
Einstellungen 

High-Tec trifft die robuste Technik der Dreißiger
– Kameragestell auf dem P4 

Leseprobe:  

   
So gegen Ende Oktober, ich wollte am 1. November die Nummer von meinem Opel P4 abgeben, rief mich ein Herr Werner Otto von der Makido Film in Wien an, ob ich meinen Oldie für ein Film über Paul Grüninger zur Verfügung stellen würde. Nun, das interessierte mich und Herr Otto kam am nächsten Tag zu mir, um das „Objekt“ anzuschauen. Er war begeistert von meinem kleinen Opel und sagte mir zu, ich könne am 6. November zum ersten Filmtag nach Diepoldsau an den alten Rheinlauf zum „Rohr“ kommen. An diesem Morgen war es kalt und es regnete, was sonst! Herr Otto kam mich zu Hause abholen, um sicher zu sein, dass ich das „Rohr“ ja sicher finden würde, aber als eingesessener Rheintaler wusste ich schon wo das war. Angekommen am „Nollen“, einem bekannten Ort für Spargel-Liebhaber, musste ich noch die restlichen Plaketten am Auto entfernen. Auch das offizielle Kontrollschild musste weggenommen werden. Dafür erhielt es eine nachgemachte Berner Nummer aus den dreißiger Jahren. Der Film spielt ja auch im Jahre 1938 (der Opel ist Bj. 36, das passt wunderbar!) Auch musste schmutzig gemacht werden, so verlangt es das Drehbuch. Danach ging es in die Natur an den alten Rhein. Als erste Einstellung filmten die Leute eine Szene: Wo der Konsul-Vertreter von Bregenz dem „bösen“ Bundespolizisten Frei (Max Simonischek) die Stelle zeigt, wo die jüdischen Flüchtlinge den Rhein (die Grenze) überschritten. Bis diese Szene perfekt im Kasten war, musste sie ca. zehnmal wiederholt werden. Dazu mussten die Autotüren unzählige Male zugeschlagen werden, was mir schon ein wenig wehtat. Aber diese Oldies sind ja so robust gebaut, dass sie das schon aushalten! Für mich war jetzt Warten angesagt, das ich mit Fotografieren etwas verkürzen konnte. So eine Gelegenheit muss unbedingt festgehalten werden. So eine Chance gibt es wahrscheinlich nur einmal! Am 8. November wurde eine Nachtszene In Diepoldsau beim Restaurant Hecht gedreht. Mit vielen Zuschauern! Am 9.November musste mein Opel an die Fuchsgasse in Widnau gebracht werden. Da gab es wieder eine Nachtszene. Es wurde eine Aufnahme von Frei im Auto verlangt. Dafür wurde dem Opel ein Gestell aus Alu-Rohren.....
     
   

 

 

 

 

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Stilecht – historisch korrekte Kleidung gehört
ebenso dazu wie die Demontage neuzeitlicher Verkehrsschilder, Werbeschilder und was noch
alles nicht dazugehört 

Da schlägt er die Hände über dem Kopf
zusammen (im Hintergrund). Auf den Anblick
eines so schönen P4 sollte man eben vorbereitet sein

 
 

50 Jahre Rekord A?

50 Jahre im Rekord A!

 

von  Hans-Joachim Goerke *1165

Leseprobe: 

       
Am 12.03.1963 kaufte mein Onkel, Willi Goerke, bei der Autozentrale Wilhelm Schmalz & Co., 354 Korbach, einen Opel Rekord R3 1500 in der Wagenfarbe Monzarot mit schwarzem Dach und verschiedenen Extras, die sich aus der Wagenrechnung vom 23.04.1963 – in Ablichtung beigefügt – ergeben.

Da mein Onkel möglichst wenig fremde Fahrer an sein Fahrzeug lassen wollte, holte er den Opel Rekord am 02.04.1963 bei dem Autohaus Karl Jacob in Rüsselsheim am Main ab. Es erhielt das amtl. Kennzeichen WA-EA 1. Die nächsten Jahre verbrachte das Fahrzeug bei meinem Onkel in Rhena in einer beheizten Garage und wurde nur bei gutem Wetter auf längeren Strecken gefahren. Als mein Onkel uns das erste Mal mit dem Rekord besuchte, war ich etwa 3 Jahre alt und zeigte mich ganz

 

begeistert von dem schönen roten Auto mit Weißwandreifen. Trotz meiner deutlichen Bitten, einmal in dem Fahrzeug sitzen zu dürfen, kam mein kinderloser Onkel dieser Bitte nicht nach aus Furcht ich könnte etwa verschmutzen. Schon damals hatte ich – wie mir von Angehörigen mitgeteilt worden war – geäußert, dass ich einmal dieses Fahrzeug haben wollte. Die Urlaubsreisen in die Berge fanden stets Nachts statt, weil dann eine für den Motor nach Auffassung meines Onkels günstigere Temperatur herrschte und Staus sowie Unfälle unwahrscheinlicher waren und er eine gleichmäßige Geschwindigkeit zwischen 90 und 100 km fahren konnte. Den Urlaub selbst verbrachte das Fahrzeug immer in einer Garage am Urlaubsort und mein Onkel ließ sich vom Gastwirt in dessen Fahrzeug chauffieren.

  Mein Onkel achtet gewissenhaft darauf, dass das Fahrzeug stets nur leicht beladen war.

Am 09.03.1977 wurde der Rekord auf meinen Vater mit dem amtlichen Kennzeichen OF-H 1863 zugelassen, der das Fahrzeug von seinem Bruder gekauft hatte. Nun musste der Rekord quasi alles nachholen, was er zuvor nicht geleistet hatte. Der Wagen, der bei der Übergabe etwa 60.000 km gefahren war, wurde nunmehr von meinem Vater tagtäglich im Sommer wie im Winter einschließlich Skiurlaub mit Heinemann-Anhänger und Sommerurlaub in Spanien genutzt. Das Fahrzeug ließ uns nie im Stich.

Im Jahr 1984 hatte das Fahrzeug bereits einen Kilometerstand von etwa 210.000. Mein Vater fragte mich, ob ich das Fahrzeug ....

          A-Säule aufgeschnitten              Windlauf und Scheibenrahmen instandgesetzt  Die Anbauteile für die Komplettsanierung 2006 

 

 

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                      1993 Hochzeit         Renate Goerke mit Gerhard Wohlfahrt beim Internationalen Jahrestreffen 2012 in Rüsselsheim, fast 50 Jahre nach der Erst-zulassung (des Rekord, Gerds Erstzulassung ist noch etwas älter)
 

Bizzarrini GT Europa 

Text: Stefan Heins *1662
Mit einem Dankeschön an Dieter Karbowiak *2438 für die Anregung und die Hilfe bei der Recherche
Fotos: Wolfgang Krapp *771

Bizzarrini GT Europa bei der Durchfahrtskontrolle der 2000 Kilometer durch Deutschland im Jahr 1997. Die Alufelgen stammen von Campagnolo

 

Leseprobe: 

Toskana – liebliche Landschaften, famose Küche, überschätzter Wein, und Abgeordnete der Grünen, die über die globale Erwärmung fabulieren und, von Bodyguards bewacht, über die Techno Classica schlendern und sich nach aussichtsreichen Investments erkundigen. Automobilkonstrukteure oder -hersteller kommen einem nicht auf Anhieb in den Sinn, wenn man an die Toskana denkt.
Italienische Automobile werden hingegen Turin zugeordnet, Mailand und natürlich den Städten am südlichen Rand der Po-Ebene, Bologna und Maranello. Doch eins der größten Talente unter Italiens Konstrukteuren kam aus Livorno in der

 

Toskana, und einer der besten Sportwagen der kleinen Klasse entstand dort unter seiner Ägide.
Ein Sportwagen mit Opel-Technik!
Der 1924 in Livorno geborene Giotto Bizzarrini begann nach dem Studium in Pisa 1954 seine Karriere bei Alfa Romeo. Nach drei Jahren wechselte er zu Ferrari, gemeinsam mit Carlo Chiti, der später für Alfa Romeo die Rennabteilung Autodelta aufbauen sollte. Beide waren maßgeblich an der Entwicklung des Ferrari 250 GTO beteiligt, und beide wurden gemeinsam mit weiteren leitenden Mitarbeitern im Herbst 1961 von Enzo Ferrari gefeuert.
Im Februar gründeten sie Automobili Turismo e Sport, ATS. Noch im Jahr 1962 verließ Bizzarrini das Unternehmen und machte sich als....

Hier von der anderen Seite aufgenommen. Die Ähnlichkeit zum Alfa Romeo 33 Stradale ist nicht zu übersehen

 

Der Blick auf das Heck zeigt, wie niedrig der GT Europa ist: nur 104 cm!

 

 

Ein weinroter Bizzarrini GT Europa, aufgenommen ebenfalls 1997, auf dem Salzburgring

       

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