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Das Titelbild:

..... hat Ben de Wilde*1949 beim 42.Internatinoalen Jahrestreffen in Stendal aufgenommen. Es zeigt den 4 PS von Stephan Gütlein - kurz vor dem Wolkenbruch am Donnerstag, dem donnernden Einstand des wunderbar gelungenen Treffens, über das in unserer Titelgeschichte berichtet wir.

Inhalt DZ 219:

 

-Zeitreise- das 42. Internationale
 Jahrestreffen in Stendal
-Der Opel Olympia Rekord 1953 wird 60!
-Scheunenfund, Legende oder Realität?
-Manta A GT/E
-Ergänzung zur Kaufberatung Astra F Cabrio
-Restaurierung Super 6: Der Kofferraum
-Cabriofieber auf der Techno Classica!
-Retro Classics Stuttgart
-Volltreffer: Rollendes Museum in Wiesbaden
-75Jahre Opel Kapitän
-40Jahre Bitter CD
-Kadett B Ascona
-Degen-Opel Spezial

-P4 im Kriegseinsatz
-Schuhkartonseite

 
Die hier vorgestellten Inhalte sind nur eine Auswahl
der tatsächlich im Heft behandelten
Themen.

Auf die Homepage übernommene Themen sind:

Jahrestreffen in Stendal 

- Kadett B Ascona

- Olympia Rekord  1953

Mitgliederbereich:
- Kadett K38 Scheunenfund
-
 Manta A GT/E

 

      

              Gut Besucht- der Teilemarkt beim Jahrestreffen

 

 Zeitreise – das 43. Internationale Jahrestreffen in Stendal

 

Text: Stefan Heins *1662

Fotos: Ben de Wilde *1949,

Stefan Heins *1662,

Regine Schönberg/ Tangermünder Tourismus-Büro

 

Leseprobe: 

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Prolog

Spannung kurz vorm Termin, wenn auch mit unerfreulichem Hintergrund. Meine Teilnahme steht in Frage. Zahn gezogen bekommen, Gewebe entzündet, täglich zum Zahnarzt, Spritzen hier und Tabletten da, und die bange Frage, geht es oder geht es nicht mit der Reise nach Stendal. Zwischendurch die Vorbereitungen für diese Ausgabe des Zuverlässigen und anderes. Als endlich klar ist, dass es losgehen kann, die Buchungsunterlagen für das Hotel unauffindbar. Offenbar irrtümlich beim Steuerberater abgegeben. Die Frau murmelt was von Isomatte und Quelle-Zelt, und sie sieht nicht lustig aus, während sie das sagt.

Von wem kam der Tipp zum Hotel denn noch? Udo Feck? Anrufen und fragen. Nein, da klingelt nichts. Heiner Schnorrenberg? Anrufen und fragen. Albrechtshof in Düsedau. Da klingelt was. Anrufen und fragen. Alles gut.
In der Woche vor dem Treffen kommen die ersten Meldungen über die Mailbox, ich gebe kurz ab an Veranstalter Michael Trösken: Gestern reiste unser Clubmitglied Bert Derks 

 

*480 mit Ehefrau Wilma, Opel Rekord von 1957 und Hund aus Groesbeck in den Niederlanden an. Heute machte Bernhard Ciezynski mit seinem Gläser Super 6 die erste größere Probefahrt nach Stendal, er hatte sich aber mehr Teilnehmer zum Treffen vorgestellt als nur Bert - er hat sich schlicht im Datum geirrt und war eine Woche zu früh.
Die sonstigen Vorbereitungen laufen, das Festzelt nimmt Gestalt an.

 

Anmeldungen laufen nicht nur beim Veranstalter auf, sondern auch bei den Clubvorständen oder hier. Wir haben Ausschreibungen in Deutsch, Niederländisch und Englisch, aber wir haben Mitglieder, die keine dieser Sprachen beherrschen. Da landet die Korrespondenz schon mal an der falschen Stelle, und nicht immer ist auf Anhieb jemand bei der Hand, der die Mitteilung lesen oder wenigstens deuten könnte. In diesem Fall war aber offensichtlich, es handelte sich um den Versuch einer Anmeldung. Weiter an Michael Trösken, Vermerk: Abendkasse. Wird schon auftauchen, der Mann. (Ist er dann auch.)

 

Bernhard Ciezynski und Bert Derks waren schon eine Woche eher in Stendal

         

Donnerstag, 09.05.2013

Strahlender Sonnenschein über Schwelm, und ein vernehmliches Knurren unter dem Küchenfenster des Redaktionsbüros. Der Commodore C 2.5 E von Frank Gehlen klingt nicht so brav wie er aussieht, und getunt ist da nichts. Frank und Claudia sind pünktlich auf die Minute, und so starten wir durch nach Stendal. Oder auch in den ersten Schauer dieses langen Wochenendes, es schüttet immer wieder auf den rund 435 Kilometern.

„In jungen Jahren stand ich vor einem Kapitän P 2.6“, erinnert sich Frank. „Der Kapitän sollte 8.000 Mark kosten. Das war mir zu viel für einen zwanzig Jahre alten Sechszylinder. Tja – was die heute kosten, brauche ich dir nicht zu erzählen. Und als der Commodore von 1982 vor mir stand, genau zwanzig Jahre alt, habe ich nicht gezögert.“

Schwerte an der Ruhr, der nächste Schauer. „Das ist schon die zweite Stufe“, kommentiert Frank die Bemühungen der Scheibenwischer. Nennenswerte Extras hat der Commodore nicht an Bord, kein Klima und keine elektrischen

 

 

 

Fensterheber und auch sonst keine Spielereien, dafür viele Blindstopfen am Armaturenbrett. Die Mischung aus wenig Ausstattung und viel Leistung macht den Reiz aus: Der Commodore wirkt unaufgeregt mit seinem blauen „Vertreter-Velours“ (Stoff mit Fischgrätmuster), kann aber das Tempo der aktuellen Turbodiesel immer noch mitgehen. Einziges Manko: nur vier Gänge, und dadurch ein hohes Drehzahlniveau. Bei 140 km/h zeigt der Drehzahlmesser 4500/min, unangenehm laut wird es im Gehäuse aber nicht. 

Zwischen Bad Nenndorf und Garbsen lassen wir eine Stunde im Stau liegen, nach Magdeburg geht es dann flott weiter. Wir verlassen die Autobahn und finden uns nach der Ortsumgehung in einer anderen Welt wieder. Rapsfelder wechseln sich ab mit Wäldern und Ödland, die wenigen Siedlungen an der B189 sind klein und schnell durchquert. Hier und da stehen Brücken über Straßen, die es nicht gibt, und was diese Straßen einmal miteinander verbinden sollen, bleibt unklar......

 

Kadett B, unterwegs in der Sintflut am Donnerstag

Unter Kapitänen – der Commodore C von Frank Gehlen

Commodore A GS Coupé unterwegs in der Altmark 

Rudy Hanenbergh lässt den 4 PS fliegen!

Antonov im Landeanflug

 

Blitz im Gelände

 

Kapitän ´51 aus Norwegen, mit originaler (!) Metalliclackierung. In Stockholm montierte Opel hatten damals bereits Farben aus der Palette von GM in den USA
 

              Rekord P2 und Blitz

Anja und Wolfgang Krapp im
Manta A GT/E

Michael Sperr hat einen besonders langen Vauxhall Omega B mitgebracht

 

Unauffällig auffällig – der völlig originale
Rekord C von Martin Lucas aus Essen.
Dahinter der Rekord P1 von Jürgen Volberg
aus Wuppertal 

Feuerwehren konnten wir im Feuerwehrmuseum erwarten, aber…

 

…der Trabbi mit dem Weferlinger dahinter wurde auch viel bestaunt, und…

 

…der riesige Tschaika erst recht!

2 Liter, noch nicht restauriert

Oldtimerhalle im Bau

 

   

Seltenheit – der Ranger GTS 2800 von
Gilbert Smets, ebenfalls aus Belgien 

Stephan Gütlein hält die Hände so weit oben
am Lenkrad seines 4 PS, weil darunter die
Knie schon den ganzen Platz brauchen. Links eins der Stadttore von Stendal  

Christian Gregor erklärt Svenn Oskar Vanderas aus Norwegen, was für ein Motor seinen 1,3 Liter antreibt

 

Dani de Bruyne aus
Belgien transportiert
seinen Kadett B Rallye in einer Art Raumschiff

Hans-Joachim Goerke
im Kampf mit der Umverpackung

Reinhard Wiens im Puppchen von 1912

 

Immer noch eine rasante Erscheinung – der GT von Peter Senfft 

 

Veranstalter Michael Trösken auf der Bühne 

 

     

Noch eine Rarität – Kapitän ´39 LZ 

Alt-Opel in Tangermünde 

An Bord der Antonov

 

     

Landrat Carsten Wulfinger und Oberbürgermeister Klaus Schmotz vor
dem 4 PS von Stephan Gütlein

Clubvorstand komplett –
Heiner Schnorrenberg,
Lothar Rindt und
Udo Feck (von links)

Uwe Mertin von Opel Classic

 

     

Das Sax ´n Anhalt Orchester auf dem Weg
ins Festzelt 

Alle Helfer auf der Bühne

Ende gut, alles gut –Blitz birgt havarierten Doppeldecker 

Bilder und Berichte der Lokalpresse:

 

http://www.az-online.de/lokales/landkreis-stendal/stendal/internationales-alt-opel-treffen-stendal-2902924.html

 

 

http://www.volksstimme.de/nachrichten/lokal/stendal/1074047_Opel-Kapitaen-glaenzt-neben-500er-Trabi-und-Lanz-mit-Knicklenker.html

 

 

Bewegte Bilder mit der Musik zum Festabend:

 

 

http://www.youtube.com/watch?v=U2XkcDC-NhU

 

 

Die DVD zum Treffen: 

 

Viele von uns haben den Kamerawagen gesehen, und was es damit auf sich hat, wurde am beim Typgruppenabend am Freitag bekannt gemacht. Michael Klemme aus Seehausen/ Altmarkt hat unser Treffen begleitet und gefilmt. Die DVD soll rund 70 Minuten lang sein und 25 € kosten. Fertig war sie zum Redaktionsschluss noch nicht, Interessenten sollten sich nach den genauen Konditionen daher hier erkundigen:

 

 

Milan Bild

Michael Klemme

Am Schillerhain 5

39615 Seehausen/ Altm.

Tel. 039386-75619, Fax -75601

Mobil 0172-5924996

 

info@milan-bild.de

 

 

Dieses Mal fiel uns die Auswahl des
Titelbildes schwer, so viele schöne
Motive hatten wir selten. Daher die
Frage an die Mitglieder, welches es
stattdessen hätte werden können –
der Rekord C, die beiden Blitz-Pritschen
vor dem Tower, der Admiral ´38 oder
der GT? 

 

 

 

Kadett B Ascona 

Text: Stefan Heins *1662, Mitarbeit:
Klaus Brommecker, Dirk Diebäcker, Klaus Pümpin

Fotos: Stefan Heins *1662, Joachim Stange *1795

 

Leseprobe: 

 

 

 

 

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Wer hat´s erfunden? Ein Schweizer. Wie den Kadett B mit CIH-Motor, der sowohl den Rallye-Kadett als auch den späteren Ascona vorwegnimmt. Die Bezeichnung Ascona hat GM Suisse schon 1955 für eine besonders edel ausgestattete Version des Olympia Rekord ´56 verwendet, der eine ebenfalls mit Zweifarbenlack und vielen Extras aufgewertete Ausführung des Rekord ´57 und später des P1 folgten. Dazu in einer späteren Ausgabe mehr. Schon jetzt aber ein Dankeschön an Klaus Brommeker, der uns die folgenden Zeilen zur Entstehung des Kadett B Ascona geschrieben hat:
Das erste Fahrzeug mit diesem Motor wurde in Biel gebaut. Man nahm einen Kadett und baute den 1,7 ltr. Motor dort ein. Das Fahrzeug wurde gut zwei Monate von allen möglichen,

so genannten wichtigen Personen gefahren und kam häufig in die eigene Servicestation.
Danach ging das Auto nach Rüsselsheim zur Überprüfung und zu Testzwecken. Denn ohne eine Genehmigung aus Rüsselsheim hätte es nicht gebaut werden dürfen. Diese Abänderung stand sicher Pate für weitere Entwicklungen, aber diese kamen alle aus Deutschland, so auch der Kadett Rallye. 

Opel in Rüsselsheim brachte im September 1967 ebenfalls den 1,7 Liter aus dem Rekord im Kadett, lieferbar in allen Karosserieversionen, aber nicht mit allen Ausstattungen. Der Kadett B Ascona unterscheidet sich jedoch deutlich von seinen Cousins aus Bochum, wo allerdings die ersten vier dieser Sondermodelle entstanden sein sollen. In der Serie wurden diese Autos im ....

Kadett B Ascona auf der Sonderausstellung in
Wangen an der Aare 2009. Gut zu erkennen die
Zierleiste aus gummiertem Edelstahl an der
Wagenflanke, es gab sie nur bei diesem Kadett
B, und die Stoßstangenhörner

Der CIH-Motor

Der Ascona-Schriftzug am Heck

Das Logo im Kühlergrill

 

 

 

Der Opel Olympia Rekord 1953 wird 60!

Eine persönliche Erinnerung

von Mattia Ferrari *782

 

Leseprobe:

    

 

 

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3-Pässe-Sommerfahrt hier auf dem Oberalppass 

 Angiolino's Rekord

Der dunkelgraue Rekord wird von Willi (1999)Thommen auf den Opel Blitz verladen 

Wir schreiben die zweite Hälfte der 50er Jahre. Damals besass mein Vater noch keinen Wagen: der erste sollte ein Barock-Taunus zweitürig Deluxe sein der erst im Jahr 1959 gekauft wurde. Ich werde später noch draufkommen. Die Familie bewegte sich deshalb mit dem Zug und mit dem Postauto, das damals noch die bekannte lange Haube hatte und den schönen Dach zum Aufmachen: Car Alpin (oder auf Deutsch Alpenwagen) wurde es genannt. Aber ab und zu hatten wir die Gelegenheit, mit dem Wagen eines engen Freundes und Kollegen meines Grossvaters zu reisen: Angiolino (wörtlich übersetzt: „Engelchen“) besass einen wunderschönen Opel Rekord Bj. 1953, einen Wagen, der mich so stark beeinflusste und prägte, dass meine Leidenschaft für die Rüsselsheimer Marke damals begann. Schwarz war er und immer bestens gepflegt: er strahlte immer blitzblank unter der Tessiner Sonne weil Angiolino ihn regelmässig polierte.

Angiolinos Frau war eine sehr sympathische Person: Anna war mit meiner Grossmutter sehr befreundet. Sie war sehr offen und immer zum Lachen und zum Scherzen bereit. Sie war aber sehr dick und jedesmal wenn sie in den schwarzen Wagen einstieg, stand dieser schief! Wir Kinder warteten gespannt, bis sich der Wagen auf die Seite legte und lachten amüsiert.

  Angiolino fuhr mit dem Rekord bis hoch in die Berge des Kantons Graubünden, wo beide Familien ihr Ferienhaus besassen. Er parkte der Wagen im Schatten unter einem hohen Tannenbaum. Aber da bekanntlich der Lack vom Harz der Tanne oder von einem plötzlichen Hagelschlag beschädigt werden konnte, wurde der Rekord immer unter einer Plane gestellt und die Räder mit Karton geschützt, weil die starke Sonne die Diagonalreifen beschädigen konnte.

Man muss sich die Fahrt bis zum Monte Laura vorstellen: die enge kurvenreiche Strasse, die bis in die 70er Jahren ungeteert blieb, ermöglicht einen Höhenunterschied von sage und schreibe 1100 Meter auf 10 Km zu überwinden. Diese Fahrt war für den Rekord sehr anstrengend, da der Wagen nicht nur Proviant und Gepäck für die Ferien zu transportieren hatte, sondern auch die dicke Anna. Die 3 Gänge halfen da nicht besonders: einen 4. Gang wäre sicher angebracht gewesen, war aber eben nicht vorhanden. Bis 1963 fuhr der Opel jeden Sommer von Bellinzona bis zum Monte Laura und zurück, ohne jegliche Beanstandung. 1964 wurde er von einem hellgrauen Peugeot 404 ersetzt.

Angiolino war ein Spassvogel immer bestens gelaunt. Er war – wie mein Grossvater – begeisterter Lokführer bei der SBB. Als Autofahrer war er aber nicht besonders begabt:

 

ich kann mir vorstellen, dass die einzige regelmässige Reparatur die am Wagen gemacht wurde, könnte eine neue Kupplung gewesen sein! Bei Anfahren am Berg, z.B. nach einem Ausweichmanöver mit einem entgegenkommenden Wagen, heulte der Motor wie ein Venom-Flugzeug beim Start und die Kupplung rutschte! Schon als Kind hatte ich mich öfter gefragt, wie konnte der schöne Wagen diese ungeschickten Manöver erdulden. Angiolino konnte einfach die Pedale nicht so recht synchron bewegen. Aber ein Opel ist bekanntlich zuverlässig und jedes Mal fuhr er trotzdem weiter! 
Jeder Fahrer – und unser Freund insbesondere - achtete damals immer auf den Fahrplan des Postautos, um es auf dieser Bergstrasse zu vermeiden: auch beim Rückwärtsfahren war Angiolino nicht besonders begabt und es hiess deshalb entweder vor oder nach dem Postauto die Strecke befahren.
Das letzte schöne Postauto, das auf dieser Bergstrasse eingesetzt wurde war übrigens ein Berna 2 UP vom Typ Alpenwagen II Bj. 1947-48 mit dem robusten 4-Zylinder-Dieselmotor, wahrscheinlich von Hess oder Gangloff karrossiert, mit 25 Sitzplätzen und dem schönen Kurbeldach zum Öffnen. Der Fahrer war uns bestens bekannt und meine Schwester und ich – beide Kinder....

Auf der Lukmanierstrasse am Tag
nach der Hochzeit (1984) 

Franca vor der Sonderprüfung der
Coupe Des Dames

Saurer Alpenwagen II Bj. 47-48

 

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