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Klassiker aus Rüsselsheim im Maßstab 1:24

„Der Zuverlässige“ Ausgabe 1/2021 stellt die Modellplanungen für die neue Kiosk-Serie „Opel Sammlung“ in 1 zu 24 vor (siehe unten). Inzwischen sind die ersten fünf Modelle der in Bangladesch produzierten Preziosen im Handel. Wir zeigen hier die erste „Collection“, die man bereits als Abonnent beziehen sollte, um Preisvorteile und Geschenke des Verlages „Hachette“ zu nutzen.


Während man das aktuelle Modell nur in einem kurzen Zeitraum am Kiosk oder durch Einzelversand sich beschaffen muss, erhält man im Abo alle Modelle preisreduziert für je € 30. Und für diesen Preis einschließlich Versand sind die Modelle qualitativ hochwertig reproduziert und mit Verständnis ausgewählt. Die begleitende Literatur ist sehr empfehlenswert, und es macht Spaß darin zu lesen.

Eckhart Bartels *100

www.hachette.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


So war das Angebot im
Regal beim Händler

Die kleine Opel-Welt wächst

(aus "der Zuverlässige" 265, 1/2021)

Was der Marke Opel im realen Markt nicht gelingt, findet gerade im Lebensmittel-Supermarkt, Kiosk oder Zeitschriftenhandel sichtbar besser statt: Angebot und Nachfrage für Opel wächst. Mit dem allseits beliebten Opel GT Sportwagen in schöner roter Lackierung bietet seit Januar 2021 der französische Zeitschriftenverlag HACHETTE Collections SNC aus Nanterre eine neue Opel-Sammelreihe im gewachsenen Maßstab an: Jetzt sind es 1 zu 24. Das bedeutet: Die Original-Länge des GT von 4.133 mm I: 24 erreicht 172 mm am Modell. Dieser Maßstab ist zunächst nicht ungewöhnlich, doch für Opel hatten wir schon vor einigen Jahren erfolgreich über viele Monate hinweg bis zu 120 und mehr Modelle im Maßstab 1:43 im Angebot. Der Sammlermarkt für Opel-Markenfreunde nahm seit Februar 2011 alle 14 Tage ein neues Opel-Modell entgegen. Im weltweiten Sammlermaßstab für 15 Euro das Stück. Diese Opel Collection von Eaglemoss erreichte für den eifrigen Sammler gewaltige Dimensionen. Für Opel ein stolzes Ergebnis.

Jetzt ist der Anspruch gewachsen, auf die doppelte Größe. Das Konzept der neuen Serie ist jedoch unverändert und denkbar einfach: Man produziere eine periodisch erscheinende Zeitschrift mit einer Miniatur aus der Historie der Marke, verkaufe es zu steuerlich günstigen Zeitschriftenbedingungen über Abonnement und Einzelhandel und verpacke alles gut sichtbar und transparent, das Modell geblistert, an die Endabnehmer. Das Begleitheft von rund 16 Seiten Umfang im angenäherten Format A4 kann später in einem exklusiven Sammelordner abgelegt werden, will man das Heft nicht profan lochen. Andere Marken wie Volkswagen oder Verlage wie Atlas haben sich mit Lieferwagen oder Tin Tin-Exoten am Sammlermarkt versucht, nach unserer Erkenntnis jedoch weniger zufriedenstellend.

Nach guten Verkaufserfahrungen mit dem hier schon besprochenen Modell des Manta A im Extrem-Maßstab 1:8 wendet sich Hachette erneut der „Volksmarke“ Opel zu. Das Marketing verspricht eine starke Fangemeinde, die von Opel gebauten Typen decken eine weite Geschichte ab und Erinnerungen an Opel-Wagen kann fast jeder potentielle Sammler aufweisen.


Blick in die Fahrgastzelle
vom GT

Hachette ist sich durchaus der begrenzten Marktmöglichkeiten für „größere“ Modelle bewusst. Schließlich kosten „die Großen“ auch mehr Geld und nehmen beim Sammler ebenfalls den doppelten Raum in Anspruch. Deshalb plant man zunächst nur eine Variantenanzahl von 60 verschiedenen Opel Typen aufzulegen. Wert legt man dabei auch auf das Schließen von „Lücken“, die Sammler bisher vermisst haben. Grundsätzlich setzen die Anbieter bei der Modellauswahl auf einen guten Mix bekannter und beliebter Opel, sei es als Kleinwagen, Mittel- oder Oberklasse. Zusätzlich sind sportliche Limousinen und Sonderausführungen geplant, die schon in der Realität einmalig waren. „Für den notwendigen Absatz am Kiosk wird der Schwerpunkt der Miniaturen sicher bei besonders beliebten und auch «nostalgischen» Modellen der 1960er bis 1980er Jahre liegen“, bestätigt Hachette auf Nachfrage.

Erzählt wird die Geschichte von Opel mit über 120 Jahre Autobau. Fertig sind bereits Rekord P1, Manta 400 und Commodore A GS/E. Folgen sollen Omega Evolution, Rallye-Kadett B LS wie auch Ascona B und Diplomat V8 Coupé. „Bei den Epochen werden wir mit unserer Sammlung die frühen Modelle der 1920er Jahre bis hin zu Neuerungen aus dem 21.Jahrhundert berücksichtigen“, sagt Mathias Vavro von Hachette. „Die Auswahl der Modelle treffen wir immer Stück für Stück, sodass es noch keine vollständige Liste geben wird“. Aber Vavro gab uns einen kleinen Ausblick auf die nächsten Modelle, die schon fest eingeplant sind. Darunter sind auch zwei Vorkriegsmodelle wie der Laubfrosch oder ein Admiral.

Tatsächlich: Die Liste macht Lust auf mehr.

Rekord C Viertürer

1967

Manta A GT/E

1974

Kapitän

1954

Kadett C Aero

1976

Admiral B

1970

Commodore B Viertürer

1972

Rekord A Zweitürer

1963

Admiral 3,6 Liter

1938

Corsa A SR

1983

Olympia Rekord Cabriolimousine

1953/54

4/12 PS Laubfrosch

1924

Opel Senator

1978















 

Werfen wir einen Blick auf die begleitende Literatur: Für einen echten Opel Freund gibt es nix Neues. Bekannte Autoren treten als Lohnschreiber auf, wobei es kein Geheimnis ist, dass das Honorar umgerechnet auf Stundenbasis nur einen HiWi (Hilfswilligen) in einer Autowerkstatt zufriedenstellen könnte. Das soll aber hier nicht diskutiert werden, doch es zeigt die Problematik für die Autoren, mit wenig Recherchezeit viele Textzeilen produzieren zu müssen. Dazu muss man zur ersten Ausgabe anerkennen, dass beide Autoren A. F. Storz wie auch U. Kaack Kenner der Materie sind und hoffentlich auch weiter dem Verlag zur Verfügung stehen. Ihre Texte waren gut zu lesen, inhaltlich aussagefähig und korrekt. Das Magazin trägt den Titel „Opel Sammlung“ verbunden mit dem Versprechen, sich der Geschichte, den Typen sowie der Technik zu widmen. In drei Teilen wird zuerst die Geschichte des Modells beleuchtet, gefolgt mit einem Blick auf die Wettbewerber sowie ein kurzer Überblick auf Opel in seiner Firmenentwicklung.

Ungeduldig werden jetzt Fragen laut, na und, wie ist das Modell in seiner Perfektion? Für 10 Euro ist das Modell maßstabsgetreu und sehr gut gemacht. Man kann beide Türen öffnen und ein filigran gestaltetes Interieur bewundern, nicht aber den Motorraum öffnen, was ein Wettbewerber beim gleichen Modell und Maßstab allerdings für € 25 möglich macht. Also die nächsten Modelle der Abo-Reihe werden es beweisen, dass man für € 35 Einzelkauf bzw. bei € 30 im Abonnement ein weiter detailliertes Modell angeboten bekommt.

Damit sind wir bei den Kosten: Das erste Modell, der GT kostet € 10. Ich erlaube mir bei allen Preisen die 99 Cent zu ignorieren. Das zweite Modell, Olympia Rekord P1, kostet bereits € 20. Nur der Abonnent bekommt Modell 3, einen Manta B 400 als Geschenk. Dann steigt der Preis auf € 30 an und bleibt für Abonnenten mit zwei Modellen monatlich bei € 60 einschließlich Versand und Verpackung. Der Einzelkäufer am Kiosk muss alle zwei Wochen sein Modell zuvor reservieren und pro Miniatur € 35 bezahlen. Kann aber jederzeit kündigen, bevor die Vitrine platzt. Noch ein letzter Kick für das Abo: Es gibt kostenlos den eingangs erwähnten Spezial-Sammelordner, ein Blechschild als Reklamemotiv vom Super 6 sowie ein 1:43 Modell vom Opel Blitz 1,75t Feuerwehr Leiterwagen. In dieser Größe gab es den Blitz bereits bei Minichamps wie auch bei der Eaglemoss-Reihe…

Nun denn, freuen wir uns über den steigenden Absatz an Opel Wagen, wenigstens im Maßstab eins zu vierundzwanzig.


Eckhart Bartels *100

 

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