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Jahrestreffen zum 25jährigen Bestehen des französischen Opelclubs OCCF 

 

 

Bis vor einem halben Jahr war mir nicht bewusst, dass es außerhalb der ALT-OPEL IG noch irgendwo auf der Welt einen eigenständigen Markenclub für Opelfahrzeuge gibt. (Kühlschränke, Fahrräder und Nähmaschinen besitzt keins der Mitglieder, das wurde aber alles schon in die Satzung aufgenommen.)
Und nachdem ich in der Schule in Französisch immer ein bisschen mehr aufgepasst habe als in manch anderen Fächern, war mir klar, dass ich unbedingt Ende Mai zu diesem Treffen fahren musste. So habe ich schon frühzeitig bei meinem Arbeitgeber um Urlaub für diese Zeit gebeten. Nur zu dumm, dass gerade mal wieder alle meine Fahrzeuge mit dem Biltz am Kühler kleine und mittlere Baustellen haben. Was also tun? Nun, da war noch der Aufkleber, „Der Zuverlässige“. Macht sich am Volvo 240 Kombi auch nicht schlecht, und damit wird der Schock bei den französischen Opelanern schon nicht zu heftig ausfallen.

 

Sylvain Aufrére hat Opel France dazu gebracht, einen Adam mit jungem PR-Manager zu stellen. Der Adam „manifestiert“ den Fahnenständer, während die Teilnehmer den Blick auf das Wesentliche ermöglichen. Die alten Modelle
gibt es schließlich nicht mehr beim Händler!

 

 

Rien ne va plus, nichts geht mehr in Champagnac – wir bauen einen
ALT-OPEL-Stau in ländlicher Idylle

Natürlich war ich anderthalb Tage zu früh auf dem Campingplatz in Champagnac-le-vioux in der Annahme, dass zumindest eine Handvoll Mitglieder aus der ALT-OPEL IG da sein würde. Aber nichts dergleichen, ich blieb der Einzige, abgesehen von Markus Ablasser aus Graz, der aber – zumindest bis dato – nur Gast und Freund der österreichischen Sektion ist.
Stattdessen traf am Freitagabend der 1. Vorsitzende des OCCF ein, Sylvain Aufrére mit seinem Kadett GT/E, dem ich dann gleich erklären musste, warum ich mit einem Volvo statt einem Opel aufgekreuzt bin. 

Am nächsten Morgen wollte keiner seinen Augen trauen: gut und gerne 5 cm Schnee,
(die in 1000 m Höhe erst mal liegen bleiben

sollten, das Thermometer zeigte +2°C und keiner hatte Ende Mai einen Satz Winterreifen für den Pitstop dabei. Also gut, dann eben sachte, piano!

Die Ausfahrt ging zu einer kleinen Rennstrecke bei Clermont-Ferrand, wo wir die Tourenwagen-Ausstellung besichtigten, mit Fahrzeugen, die an der Rallye Monte Carlo teilgenommen hatten. Ein verregnetes Gruppenfoto mit alten Opel und einem Adam mit Opelfahne in der Mitte, und weiter ging es zu einer kleinen Biermanufaktur. Zurück in Champagnac ließ es sich der Bürgermeister nicht nehmen, uns zu einem Sektempfang zu

 

bitten. Und weil hier selten was los ist, haben wir uns in der engen Ortsdurchfahrt einen eigenen Stau gebaut. Da kein Unbeteiligter den Stau zu passieren versucht hat, mussten wir schließlich selbst für das Hupkonzert sorgen.
Vor dem Abendessen auf dem Campingplatz fand die Assemblée générale statt, die Hauptversammlung. So weit ich dem munteren Hin und Her zwischen Vorstand und Plenum folgen konnte, ging es um drei Themen: die schon oben angesprochene Erweiterung der Satzung, den Ort des nächsten Jahrestreffens – Lyon – und schließlich eine für den April 2014 im Elsass angedachte Ausfahrt. Die auch dem Ziel dienen soll, die deutsch-französische Freundschaft zwischen OCCF und ALT-OPEL IG zu vertiefen.
Am Sonntag brachen wir wieder in Richtung Clermnd-Ferrand auf, um beim wichtigsten Arbeitgeber der Region das werkseigene Museum zu besichtigen: Michelin, der Inbegriff für langlebige Reifen. Darüber hinaus baute Michelin im 1. Weltkrieg Doppeldeckerflugzeuge, die schon damals Bomben abwerfen konnten und einen Schienenbus mit Hartgummibereifung, der Micheline genannt wurde. Dieser fuhr nicht nur auf Frankreichs Nebenstrecken, sondern auch in den ehemaligen französischen Kolonien. Erst kürzlich wurden zwei 

 

 

Triebwagen auf Madagaskar entdeckt, sie fahren mittlerweile frisch restauriert die 370 km lange Linie von der Hauptstadt Tananarive an den Indischen Ozean.
Höhepunkt war aber wohl für die meisten Teilnehmer der fünfachsige Reifentestwagen „mille pattes“, Tausendfüßler, ein Einzelstück mit Teilen der Citroen DS (Frontscheinwerfer, Motorhaube, Fahrerkabine) und Rädern des Citroen Lieferwagens HY, der in der Fahrzeugmitte Platz für einen Lkw-Reifen bietet. Es gibt im Heck zwei baugleiche Chevrolet V 8-Motoren (283er), der eine treibt das Fahrzeug an, der andere den Testreifen.
Über dreieinhalb Stunden dauerten der Museumsbesuch und die Verabschiedung. Die belgische Besatzung (Commodore B) und die Schweizer Fraktion (Commodore C Voyage) brachen als Erste gen Heimat auf, der große Rest nach viel Überwindung gegen 17 Uhr.
Das Treffen mit 18 Fahrzeugen und gut 40 Personen war sehr familiär, bot viel Freiraum für Gespräche und war doch bestens organisiert und informativ, ein großes Lob und Dankeschön an Delphine und Sylvain! Hoffentlich sind im nächsten Jahr wenigstens annähernd so viele Deutsche wie Franzosen anwesend!

 

Jürgen Garmatter *3583

Einer von 1000 gebauten Manta B aus der Edition Guy Frequelin, exklusiv für den französischen Markt aufgelegt. Die Schmutzfänger sind im Eigenbau entstanden. Und die Aufkleber in der linken Seitenscheibe verraten, an artgerechter Haltung mangelt es diesem Rochen wirklich nicht!

Gilles Gouby besitzt seinen frühen Admiral A,
EZ 06.10.1964, seit 25 Jahren in zweiter Hand und hat ihn damals gleich richtig gemacht. Zustand auch heute noch makellos und sehr original

Nie käme Sylvain Aufrére (2. v.l.) als erster Vorsitzender auf die Idee, eine Typgruppe Ehefrauen zuzulassen – denn die Frauen sind schon zu 100% integriert. Seine Gattin Delphine ist nicht nur für das Roadbook im
Wettbewerbs-GTE zuständig, sondern betreut auch die Clubzeitschrift

 

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