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 Typgruppentreffen Opel 1,0 / 1,2 Ltr ., P 4, 1,3 und 1,8 Ltr. Automobile

 

 Unsere Fahrzeuge vor der Fehmarn-Sund-Brücke

Neulinge beim Oldtimer-Treffen

 

Auf die Sonneninsel Fehmarn, nach Burg, führte dieses Jahr der Weg zum Alt-Opel-Treffen der Typengruppen 1,0 / 1,2 Ltr ., P 4 und 1,3 / 1,8 Ltr..

Es war das 15te Treffen für diese Oldtimer-gruppen, aber wir waren zum ersten Mal dabei.

Wir haben zwar noch kein fertiges Schätzchen, doch es ist eines in Arbeit.

Auf der beharrlichen Suche nach Ersatzteilen haben wir vor 2 Jahren Gerd Werbeck kennen gelernt. Er und seine Frau Elke wohnen auf der Insel, in Landkirchen, und bei unserem ersten Besuch erzählte er uns von dem geplanten Treffen, das schon in den Vorbereitungen steckte. Tatkräftige Unterstützung erhielten die Beiden vom Festland durch Horst und Ruth Augustin aus Jahnshof.

Als die Einladung kam haben wir  uns riesig gefreut und natürlich sofort zugesagt. Damit sich die Anreise aus dem Rheinland auch lohnt, planten wir direkt noch ein paar Tage Urlaub hinten dranzuhängen. Gerd versorgte uns in eine kleine gemütliche Ferienwohnung in seiner Nachbarschaft und somit warteten wir auf das Wochenende.

Endlich war es soweit, wir reisten am
 
 
Donnerstag ganz gemütlich an, doch die

Neugierde trieb uns am späten Nachmittag  schon nach Burg zur Karosseriewerkstatt Werbeck, dem Treffpunkt aller Teilnehmer.
Ob jemand da ist? Oder wenigstens ein paar Autos?

Erstaunlicherweise herrschte dort ein buntes Treiben. Einige Oldtimer waren abgeladen und  wurden sicher und trocken in der Werkshalle aufgestellt. Die Wohnmobile und Pkw ´s hatten ihre eigenen Bereiche, sogar die Anhänger standen fein säuberlich aufgereiht auf dem Gelände. Vom Platzangebot - genial! 

Das Organisations-Team hatte mit dem frühzeitigen Ansturm nicht gerechnet, doch sie zauberten Kaffee und Kuchen auf die Tische des Aufenthaltsraumes und für die nicht so „Süßen“ wurde der Grill angefeuert.

 Die größte Überraschung für die Männer war natürlich das Fernsehen für das EM-Spiel: Kroatien  gegen Deutschland. Wir haben zwar dann  verloren, doch das konnte die  gute Stimmung nicht beeinträchtigen. Es war für uns schon ein interessanter Abend  und wir sind auf die kommenden Tage sehr gespannt.
 

 

Endlich Freitag Mittag! Pünktlichst um 13 Uhr waren wir wieder in der Werkstatt. Sofort kriegten wir von Gerd die Order, so viele Fotos wie möglich zu machen. Mit unserer Digi kein Problem, doch er hatte uns zusätzlich  seine Spiegelreflex-Kamera in die Hände gedrückt, die wie er sagte, 20 Jahre lang brach im Schrank gelegen hatte. Prima, mit solch einem Gerät hatten wir noch nie fotografiert. Probieren wir´s!

Im Laufe des Nachmittages trafen immer mehr Opelaner ein. Viele kannten sich von vergan-
genen Treffen, doch auch wir  „Fremde“ wurden immer herzlich begrüßt.
Ein Highlight war der  (fast) einmalige Moonlight-Roadster (1931) von der Familie Reinhardt aus Wiesbaden, ein niedriger Zweisitzer auf 1,8 Ltr. Basis, die mit diesem Fahrzeug  nur über Landstraßen angereist waren. Ebenso erwähnenswert ist Hans Joachim Freese, ein sehr rüstiger Mitt-80er aus Wuppertal. Für die Anreise mit Zug-fahrzeug und Anhänger hatte er einen „Chauffeur“ dabei, doch es bereitete ihm ein großes Vergnügen, bei der samstäglichen Ausfahrt selbst das Steuer in die Hand zu nehmen. Hans und Uschi Silbernagel reisten mit der Bahn an, also ohne Oldtimer. Kein Problem: Gerd  hatte auch die

 

 Auf dem Marktplatz in Burg

 

 Vor dem Herrenhaus von Gut Görtz

 

Sitzordnung beim Ausflug geplant.

Am frühen Abend stand ein Besuch in der Landkirchener Kirche St. Petri  ( Petrus – der Schutzpatron der Insel) an. Der älteste Teil stammt aus dem 13. Jahrhundert und sie wurde in der Spätgothik durch Seitenschiffe verbreitert. Sie hat einen separaten Glocken-turm von 1638, in den heute noch 4 der 5 Glocken in Gebrauch sind. Weitere Sehens-
würdigkeiten sind  der spätbarocke Altar, die spätbarocke Kanzel. Der Landesblock von 1390, eine eicherne Lade, in dem im Mittelalter die Urkunden und Satzungen eingeschlossen waren und als Besonderheit, die Betschemel der alteingesessenen Fehmarnschen Familien.

Dies erfuhren wir durch eine Sonderführung des ehemaligen Bürgermeisters Otto Glatz, der am Ende auch noch sein musikalisches Können unter Beweis stellte. Ebenso konnten wir auch einige Orgelklänge genießen – Gänsehautfeeling. Einen würdigen Abschluss fand der Abend im Gasthof Petersen, gegen-
über der Kirche, bei köstlichen Fischgerichten und einem kühlen Blonden.

Samstag – der große Tag! Als Reporter waren wir natürlich viel zu früh an der Werkstatt.

 

Um 9 Uhr war der erste Stopp auf dem Marktplatz von Burg geplant, doch vorher das große Gewusel auf dem Gelände  bis die Oldtimer alle in Fahrtrichtung aufgereiht waren.

Mein Lebensgefährte hatte den Beifahrerplatz im 1,2 Ltr. Roadster von Gerd zugewiesen bekommen (hübsch bemützt mit einer Lederkappe) und ich durfte in Gerd ´s  1,2 Ltr. Limousine, dem Frauenauto mitfahren, das Hansi steuerte.

Mit den 26  Fahrzeugen war der Marktplatz gut gefüllt und als Gast fuhr Jürgen Kreutzmann von der freiwilligen Feuerwehr Heiligenhafen mit. Das  Opel Blitz Einsatzfahrzeug von 1939, liebevoll „OMA“ genannt, ist seid 1940  im Einsatz. Von dort ging es über wenig befahrene Landstraßen im gemächlichen Tempo an die Südküste mit einem kleinem Zwischenstopp, wo man die idyllische Landschaft mit der  Fehmarn-Sund-Brücke  in ihrer vollen Pracht bewundern konnte. Und dann sind wir über diese Brücke gefahren, da der nächste Programmpunkt im Heiligen-
hafener
Kommunalhafen hieß: Fischbrötchen fassen. Oder auch zwei. Lecker!!!!
 

Kaum hatten wir die Sonneninsel verlassen, wurde auch das Wetter unbeständiger. Auf dem Weg zum Wallmuseum in Oldenburg fing es an zu regnen. Horst musste anhalten, um sein Dach zu befestigen, die Passagiere im Roadster wurden nass und Frau Reinhardt  spannte einen riesigen Schirm über den Moonlight. Gott sei Dank kam die Sonne schnell wieder durch.

Im Wallmuseum war Mittagspause angesagt, es gab eine vortreffliche und gehaltvolle Gemüse-
suppe, schön nostalgisch in vielförmigen Suppenterrinen serviert. Nach dem Essen bestand noch Zeit, sich umzuschauen. Eine kleine, idyllisch an einem See gelegenen Slavensiedlung zeigt das Leben  im  Mittelalter des 8.– 12. Jahrhunderts. Sie wollen ihre Traditionen vermitteln und zeigen altes Handwerk wie Brot backen, Leder bearbeiten, Wolle kämmen, Löffel schnitzen etc.

Lobenswerterweise standen einige Streck-enposten der freiwilligen Feuerwehr am Wegesrand und weißten uns an verwirrenden Kreuzungen den Weg. Vielen Dank für ihre Geduld, wir hatten bestimmt 1 Std. Verspätung. Oder auch mehr…...

 

 

 Vor dem Horchturm

 

 In der Werkshalle vor der Ausfahrt

 

 Letzte Lagebesprechung von Horst Augustin und Gerd Werbeck

 

 Startbereit zur Ausfahrt

 

   .

Nächster Halt war auf Gut Görtz, zwischen Heiligenhafen und Grömnitz gelegen. Seine Geschichte geht bis 1263 zurück, das prächtige Herrenhaus ist 1868 erbaut worden.

Wir durften mit den Oldtimern in den Innenhof fahren und sie wurden direkt von vielen Schaulustigen umringt. In den ehemaligen Stallungen bot sich viel Ausstellungsfläche für Kunstgewerbe und Wohndeko. Bernstein-
schmuck durfte nicht fehlen und sehr interes-
sant die Pfeifenwerkstatt mit Whiskyverkostung.

Ebenso  war ein Hofladen vorhanden und Räumlichkeiten für wechselnde Kunst- Ausstellungen. Im hofeigenen Café wurden Kuchen nach alten Hausrezepten angeboten. Den konnten wir uns nicht entgehen lassen. Hmmmm. Abschlussstopp war am Horchturm oder Horchposten, ein ehemaliger Abhörturm  der Bundeswehr. Dort haben wir alle Oldtimer schön in einer Reihe aufgestellt und mal eben die Straße blockiert, für ein paar Fotos. Alles kein Problem…. 

Mittlerweile war es später Nachmittag

geworden und es ging auf die Heimreise.
 

Insgesamt hatten wir gut 75 km zurückgelegt, es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht und viele Leute haben freudig gewunken, als die Kolonne an ihnen vorbeifuhr.

An jedem Stopp war eine andere Motorhaube gelüftet und es wurde zwischendurch noch schnell hier und da eine Kleinigkeit geschraubt.

Den letzten gemeinsamen Abend verbrachten wir mit einem guten Essen in Avendorf im „Grünen Jäger“. Dort wurde sich im Namen aller Teilnehmer bei Gerd und Elke Werbeck, sowie bei Horst und Ruth Augustin mit einem kleinen Präsent bedankt.

Für die Zukunft ist gesorgt, Hansi konnte bis 2013 Ausrichter für die Jahrestreffen finden.

Vom 25.6. – 28.6.2009 müssen wir ins Nachbarland, und zwar nach Jan von Daalen in die Niederlande nach Rhenen bei Uitrecht.

2010 Freut sich Familie Bofinger auf die Oldtimerfreunde. Standort ist Ditzingen bei Ludwigsburg.

2011 geht es in die Nähe von Leipzig und im darauf folgenden Jahr 2012 kommen

 

alle zu uns nach Jüchen (zwischen Mönchengladbach und Düsseldorf).

2013 treffen sich alle ein weiteres Mal in Rotenburg ob der Tauber. 

Sonntagmorgen war großes Verladen angesagt, die meisten fuhren wieder nach Hause.

Einige konnten noch heiß begehrte Ersatzteile erwerben doch am hilfreichsten sind die Erfahrungen der anderen Opel-Liebhaber, mit allen Tipps und Tricks.

Wir hatten ja noch ein Paar Tage Urlaub und haben noch schöne und lehrreiche Abende bei Horst und Gerd verbracht.

Für uns war es ein aufregendes Wochenende. Wir sind sehr herzlich in die Gemeinschaft aufgenommen worden und haben beide das Gefühl, Gerd, Horst und Hansi mit ihren Frauen schon jahrelang zu kennen. Vielen Dank dafür.  Wir freuen uns schon auf nächste Jahr, man sieht sich……. 

  .

Ulrike Vennen und Andreas Robert *3031

  .

 

 Gemeinsame Ausfahrt mit unseren Fahrzeugen

 

 Unsere Fahrzeuge auf  Kopfsteinpflaster

 

 Im Vordergrund die 1,2 Ltr Limousine

 

 Opel 1,2 Ltr. Roadster, wartet auf die Ausfahrt 

 

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