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19. Alt-Opel-Treffen der Typengruppe 1,0/1,2 Ltr., P 4, 1,3/1,8 Ltr. vom 21.6. – 24.6.2012 im Kehdinger Land

Dieses landschaftlich wunderschöne Fleck-
chen mit saftigen Weiden, Obstplantagen und dem Moor liegt an der unteren Elbe, zwischen Stade (Alte Land) und Cuxhaven.

Diese Info´s hatten wir uns schon beim letzten Opel-Treffen eingeholt und da wir es nicht bis zum Sommer abwarten konnten, haben wir die Ausrichter Ingrid und Werner Hardekopf schon auf einer kleinen Vor-Tour im letzten Herbst besucht. Herma und Claus-Heinrich Patjens waren zu dem Zeitpunkt selber unterwegs.

Nach dem Ausflug fieberten wir erst recht dem Treffen entgegen….

Am letzten Juni- Wochenende steuerten wir
gen Wolfsbruchermoor (Wischhafen)  zum Treffpunkt im „Gästehaus Sieb“. Auf dem großen Parkplatz herrschte schon reges Treiben. In einer Ecke hatten sich die Wohn-
mobilisten häuslich eingerichtet, weiter hinten durch war genug Platz für die Anhänger und die „Schmuckstücke“ standen geschützt auf dem Hof zwischen Hotel und Schießstand.

Bei Kaffee und Kuchen wurden schon die ersten Anfragen zwecks Ersatzteile gestellt oder Motorenprobleme erläutert.

Da unser Auto noch nicht fertig ist, waren unsere Hauptthemen Farbkombinationen und Innenraumspionage.

Doch nun startete die erste Ausfahrt zum Obsthof Schliecker nach Drochtersen/ Hüll. Wir durften wieder bei unseren Freunden Gerd und Elke Werbeck mitfahren. Trotz allem waren wir eine stattliche Gruppe von 26 Oldtimern und ca. 60 Personen.

Für Freitag hatten sich noch 2 weitere Fahrzeuge angekündigt. In 2 Gruppen wurden wir durch den Obsthof geführt, sahen weit-
läufige Apfelplantagen, kosteten die ersten reifen Kirschen direkt vom Baum (Hmmm, lecker) und probierten auch den hauseigenen Apfelsaft. Ebenso erfuhren wir viele interes-
sante Details über die angebauten Apfelsorten (Elster, Braeburn etc.), Schädlingsbekämpfung (mit vielen Nachfragen der Hobbygärtner) und Lagerung. Anschließend war schon das Abendessen im Hotel bestellt und der Tag
fand einen gemütlichen Ausklang.

Pünktlich um 8.30 Uhr setzte sich am Freitag die Kolonne in Bewegung. Ziel war die Fähre von Wischhafen nach Glückstadt. Die Autos blieben auf einem bewachten Parkplatz stehen und wir kreuzten als Fußgänger mit der Auto-Fähre von Niedersachsen nach Schleswig-Holstein
 

und zurück. Es war ganz schön windig, aber das Wetter hielt.

Danach besuchten wir Gut Neuensteden in Freiburg, ein ca. 300 Jahre alte, denkmal-
geschützte Bauernhofanlage in Rechteckform mit Allee und Wassergraben, die von den Eigentümern mit viel Aufwand erhalten wird. 

Die Familie Wrede betreibt eine großer Hannoveraner Pferdezucht mit z. Zt. ca. 60 Pferden, incl. Pensionpferde, die teilweise auch beritten werden. Das Jüngste war gerade eine Woche alt und ein begehrtes Fotomotiv. Turniere werden regelmäßig besucht und ausgerichtet. Mit viel Erfolg, denn eine ganze Wand war mit Turnierschleifen und Rosetten geschmückt. Bei einem Blick in die Privat-
räume konnten wir feststellen, dass auch dort der alte Stil liebevoll beibehalten wird.

In Balje, dem Gasthaus „Arme Ritter“ wartet in einem mit vielen Jagdtrophäen dekoriertem Saal eine Hochzeitssuppe auf uns, mit Salz-
kartoffeln, Reis und Rosinen (ungewöhnliche Zusammenstellung, aber lecker…)

Gestärkt besichtigten wir das Ostesperrwerk. Gebaut 1964-1968 schützt es das Osteland vor weiteren Sturmfluten. Die Klappbrücke ist meistens geöffnet, die Schifffahrt hat Vorrang.

Ein paar Kilometer weiter liegt Deutschlands älteste Schwebefähre Osten -Hemmoor von 1909. Elektrisch betrieben versah sie ihre Hauptarbeit bis zum Bau einer Brücke über die Oste im Jahre 1974.Die Fördergesellschaft kümmert sich seitdem um ihren Erhalt und Touristenfahrten . Nach einer Überfahrt in der betagten Gondel wartete im „Alten Fährhaus“ nebenan natürlich Kaffee und Erdbeerkuchen auf uns.

Inklusive Rückweg hatten die alten Schätzchen heute ca. 75 km zurückgelegt und sich ihren Feierabend (mit den Fahrern) wohlverdient.
Mit einem kleinen Teilemarkt auf dem Hotelhof und einem reichhaltigen Schnitzelbüffet endete der Tag gemütlich mit den Hauptgesprächs-
thema: Oldtimern…

Bevor es am Samstagmorgen losging, wurde noch schnell über die Autos gewischt, damit sie sich vor dem Rathaus im ca. 12 000 Einwohner zählenden Drochtersen von der aller besten Seite zeigen konnten.

Der 1. stellvertretende Bürgermeister Kai Seefried begrüßte uns alle sehr herzlich, die

Klassiker passten hervorragend in das 750-jährige Ortsjubiläum.

 

Weiter ging es zur Elbinsel Krautsand. Dort erwartete uns der Inselpastor Bernhard Pippirs (passenderweise
der Schwiegersohn von Hardekopf´s) und zeigte uns seine um 1570 zum ersten Mal erwähnte Kirche „Zum guten Hirten“.

Die kleine romantische Seefahrerkirche wird gerne für Hochzeiten genutzt und zur Taufe der Kinder wird Elbwasser benutzt. (Bei Erwachsenen wird auch direkt in der Elbe getauft!)

Wenige 100 Meter weiter liegt die Reederei von Stefan Patjens ( der Sohn von Familie Patjens). Im parkähnlichen Garten waren Tische eingedeckt und es wurde, wie Werner sich ausdrückte, ein „Mittagsfrühstück“ gereicht, was aus zahlreichen, sehr schmackhaften Schnittchen bestand.

Wer wollte konnte die Reederei besichtigen. Die 11 Containerschiffe mit ca. 450 Mann Besatzung sind immer unterwegs, nur 12 Mitarbeiter sind an Land im Büro stationiert.

Die letzte Station im Kehdinger Land war die alte Ziegelei der Familie Rusch. Dort werden die Steine noch in einem alten, mit Kohle befeuerten Ringofen gebrannt. Diese Klinker werden hauptsächlich zur Reparatur älterer und historischer Gebäude eingesetzt. Seid 2002 gibt es aber keine Freilufttrocknung mehr, da sie ca. 6 – 8 Wochen dauerte. Diese Aufgabe erledigt eine elektrisch betriebenen Trockenkammer bedeutend schneller.

Auf der Rückfahrt wurde für Kaffee und Kuchen erneut eingekehrt und auf dem Hotelhof wurden anschließend die ersten Oldtimer für die Abreise am Sonntag wieder verladen.

Nach dem Abendessen dankt  der Typreferent Hans Silbernagel den Eheleuten Hardekopf und Patjens für ihre Mühen. Es hatte alles super geklappt, sogar das Wetter hatte durchgehalten! Nur leider war ein Fahrzeug-
ausfall mit Kühlerproblemen zu beklagen.

Für das Treffen im nächsten Jahr fand sich nach einer Absage doch noch ein Ausrichter: Wilhelm und Ulrike Kliem. Hurra – wir fahren nach Ennepetal und hoffen, alle gesund wieder zusehen.

 

Andreas  (3031) und Ulrike Robert

Fotos: Sabine Büther
             Ulrike und Andreas Robert
             Frank Wöhner

 

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