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4. Zweitagesfahrt des Stammtisch Oberösterreich, 19.-20. September 2020

Im neuen Clublokal Gasthaus Fischer in Dörnbach trafen sich bei herrlichstem Herbstwetter überpünktlich 23 Besitzer von Alt Opel Fahrzeugen zur 4. Zweitagesfahrt. In der Gaststube wurden kurz die letzten Formalitäten an der Anmeldung erledigt und es blieb uns noch genug Zeit für eine Tasse Kaffee, bevor zur Fahrerbesprechung am Parkplatz gerufen wurde. Kurz darauf ging`s auch schon los mit der Ersten und zugleich längsten Etappe des Tages.

Wir folgten der Landstraße Richtung Marchtrenk, Ansfelden; Sankt Florian und überquerten bei Mauthausen die Donau. Ab Sankt Georgen an der Gusen wechselte die bisher eher flach und relativ gerade Straße auf eine kurvenreiche und teilweise steile Bergstraße, wobei der Schalthebel kaum zur Ruhe kam und auch die Bremsen gefordert wurden. So ging es weiter über Gallneukirchen bis nach Kerschbaum zur Mittagsrast.

Angekommen im „Gasthof zur Pferdeeisenbahn“ wurden unsere Gaumen bei bestem Service auf das Schmackhafteste verwöhnt. Anschließend spazierten wir gemütlich entlang der Bahntrasse zum ehemaligen Kerschbaumer Bahnhof, wo wir vom festlich im Biedermeier Outfit gekleideten Bahnhofspersonal erwartet und begrüßt wurden.

Das erste Teilstück dieser Pferdeeisenbahn wurde bereits im Jahr 1827 eröffnet, lag in Böhmen und war somit die erste öffentliche Eisenbahn in Europa. Ein Jahr danach ist die Strecke schon bis Leopoldschlag erweitert worden. Vier Jahre später konnte man bis Linz-Urfahr fahren, aber erst 1836 war die Trasse bis Gmunden fertiggestellt worden. Errichtet wurde diese Eisenbahn um damals den Gütertransport aus dem Salzkammergut in die böhmischen Ländereien der österreichischen K. u. K. Monarchie zu erleichtern. Der Personenverkehr war für damalige Zeiten sehr teuer und in drei Klassen unterteilt. Der Adel und lediglich gut situierte Bürger konnten sich eine Fahrt mit der Bahn leisten. Dieses und vieles mehr wurde uns von Mitgliedern des als Verein geführten Museums erklärt, beziehungsweise an den ausgestellten Exponaten gezeigt. Die anschließende Fahrt mit einem PS im Wagen „Hanibal“ vermittelte uns hautnah das Reisegefühl aus dem 19. Jahrhundert.

Nach all den gesammelten Eindrücken schlenderten wir zurück zum Parkplatz und starteten zur zweiten Etappe.

In Wullowitz ging es über die Grenze nach Tschechien Richtung Moldau Stausee. Wir folgten der malerischen Panoramastraße des Stausees und kehrten in Aigen zurück nach Österreich nach Ulrichsberg zum Hotel Böhmerwaldhof. Die verbleibende Zeit nach dem Check In konnte jeder für sich gestalten, bevor es zum reichhaltigen Abendessen in Form eines Buffets ging. Bei guter Unterhaltung dauerte dieser Tag bis spät in die Nacht hinein an.

Schon um 7:30 Uhr begann der zweite Tag mit Frühstück, denn um 9:00 Uhr fiel der Startschuss zur Abfahrt nach Haslach. Ein knappes Stündchen benötigten wir, um das erste Tagesziel zu erreichen. Dann musste man sich entscheiden – entweder das Webereimuseum oder die mechanische Klangfabrik zu sehen. Ich entschied mich für die mechanische Klangfabrik und war total überrascht, was es da alles zu sehen gab! Vom Leierkasten über Spieluhren bis zum Grammophon, von der Tanzorgel über das Radio bis zur Musikbox konnte alles bewundert werden. Einige dieser Musikgeräte wurden zudem akustisch vorgeführt und deren technischen Raffinessen verständlich erklärt. Aber auch das Webereimuseum soll voller Überraschungen und nicht weniger interessant gewesen sein, so hat man mir jedenfalls versichert. Ein Grund mehr also, um Haslach noch einmal für einen Besuch anzusteuern.

Um 11:30 Uhr ging es weiter zum letzten Ziel der Zweitagesfahrt. Wir fuhren über Neufelden Richtung Rohrbach, weiter nach Lembach und Hofkirchen, hinab nach Niederranna über die Donau Richtung Linz, vorbei an der Schlögener Schlinge und weiter über Eferding, Pupping und Alkhofen bis zum Clubwirt nach Dörnbach. Die Temperaturen erlaubten im Freien zu sitzen, so beschlagnahmten wir den Biergarten und genossen etwas verspätet unser Mittagessen.

Nun war die Zweitagesfahrt wieder zu Ende. Es hieß Abschied nehmen und sich auf den Weg nach Hause zu begeben. Wieder einmal ging eine tolle Veranstaltung vorüber, die bei allen Teilnehmern in positiver Erinnerung bleiben wird.

Vielen, vielen Dank an Günther, unserem Fahrtleiter, der diese Tour souverän und perfekt organisiert hat!!! Mit Spannung und Vorfreude blicken wir auf die 5. Zweitagesfahrt, welche hoffentlich wieder unter deiner Führung durchgeführt werden kann!

Beste Alt Opel Grüße

Gerhard *3610





 

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