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Typgruppentreffen 1,0 bis 1,8 Liter & P4 in Schwelm 2013 

Ulrike und Männe (Friedrich-Wilhelm) Kliem luden Ende Juni in den Ennepe-Ruhr-Kreis ein und boten ein gut organisiertes Wochenende, nur Petrus hatte nicht viel Lust dazu. Für unsere Anreise am Donnerstag war für die 80 km eine gute Stunde geplant, doch ein Gewitter mit sintflutartigen Regenfällen bremste uns aus. Auf der Autobahn stand handbreit hoch das Wasser, und im Hotel, dem altehrwürdigen Haus Friedrichsbad in Schwelm, stand das Foyer samt Rezeption unter Wasser. Daher erst mal Oldtimer gucken, einchecken konnten wir später. Hinter dem Hotel war ein großer Platz, auf dem auch die Wohnmobilisten einen sicheren Standort fanden. Es waren schon etliche Kameraden eingetroffen, doch die meisten Vorkriegs-Schätzchen waren unter Folien, Planen und Hauben gut verpackt. Dennoch hatte der eine oder andere einen Wassereinbruch zu verzeichnen.

Zur Beruhigung erst mal Kaffee und Kuchen – damit wir gestärkt zum ersten Programmpunkt aufbrechen konnten, der Besichtigung der Kluterthöhle. Die größte Naturhöhle Deutschlands hat ein ca. 5,5 km langes Gängelabyrinth und birgt auch Bäche und glasklare Seen. Danach ging es durch hügelige Wiesen und Wälder zur Klütinger Alm, deren Gastraum aus einer rustikal eingerichteten Veranda besteht und der Küchenchef zu seiner Kochjacke stilgerecht knielange Lederhosen trägt. Bei deftigen Speisen war es ein geselliger Abend, und Petrus hatte sich auch beruhigt.
Am Freitag präsentierten wir die alten Schätzchen auf dem Marktplatz in Gevelsberg. Bürgermeister Claus Jacobi hielt eine kurze Ansprache. Zwischen Remscheid und

  Solingen, erwartete uns die Müngstener Brücke. Eine technische Pionierleistung, die 1897 noch vor dem Eifelturm eröffnet wurde und bis heute mit 107 m die höchste Stahlgitter- Eisenbahnbrücke Deutschlands ist. Seit 2006 ist das Tal der Wupper, das die Brücke überspannt, ein Naturpark mit vielen Freizeitmöglichkeiten. Im Müngstener Haus gab´s zur Stärkung Kartoffelsuppe mit Bockwurst und Brot.

Auch unser nächstes Ziel hatte nostalgischen Charakter. In Wuppertal schwebten wir wie einst Kaiser Wilhelm II. mit seiner Gattin über die Wupper. Der leuchtend rote Wagen der Schwebebahn war liebevoll restauriert. Am späten Nachmittag wurden die Oldies auf dem Hotelparkplatz erneut verpackt, denn Petrus schickt wieder leichte Schauer. Ferner wurde „mal eben“ eine Stoßstange gerichtet. Zwei Abschleppseile verbunden, um einen Baum gewickelt, an der Stoßstange befestigt, mehrere Fachgenossen zum Schieben – und fertig!
Das Grillbuffet musste wegen der Wetterlage im Hotel abgehalten werden. Und wie es sich bei so vielen Oldtimer-Freunden gehörte, wurden wir im hochherrschaftlichen „Kaisersaal“ platziert, in Gesellschaft alter Gemälde und dem Thronsessel von Kaiserin Sissi.
Der Samstag stand unter dem Thema „Industrie“. Vormittags besuchten wir die Henrichshütte in Hattingen, den ältesten erhaltenen Hochofen im Revier. Nach 150 Jahren wurde er 1987 ausgeblasen uns ist nun ein riesiges Museum. Ein gläserner Aufzug führt auf den 55 m hohen Riesen und bescherte uns einen gigantischen Ausblick auf

  die Region. Ein kaltes Buffet gegen den kleinen Hunger stand im Restaurant „Henrichs“ bereit und wir hatten auf der gläsernen Galerie Einblick in die historische Halle.

Gestärkt ging es zur letzten Etappe, dem Industriemuseum Ennepetal, einer Schaugießerei in einem Backsteingebäude von 1891. Dort konnten wir unter Anleitung kleine Teile selbst mit einer Aluminiumlegierung abgießen und als Andenken mitnehmen. Neben den alten Maschinen waren auch gegossene Ofen- und Kaminplatten sowie Kunstgegenstände ausgestellt. Später fand noch der traditionelle Teilemarkt statt. Vor unserem gemeinsamen Abschlussabend wurden schon viele Schätzchen auf die Hänger verladen. Sie hatten ihren Dienst tadellos erfüllt, nur ein Kühler kochte nach der letzten Heimfahrt, aber es gab keine Ausfälle zu verzeichnen. Der vorsorglich engagierte Abschlepper, ein monacoblauer Opel Blitz aus den 50er Jahren, blieb arbeitslos. Beim Abendessen dankte Typreferent Hans Silbernagel den Organisatoren für das schöne Treffen. Das Wetter konnten Ulrike und Männe leider nicht planen, dann wäre es bestimmt anders ausgefallen. Zum Schluss wurde das große Geheimnis gelüftet: Das nächste Treffen ist Ende Juni 2014 bei Familie Jürgen Klatte in Rothenburg ob der Tauber!

Das wird ein romantisches Wochenende – und wir hoffen, dort alle gesund und munter wieder zu sehen. (Und mein Mann hofft, dann endlich mit seinem eigenen Wagen fahren zu können!)


   Ulrike und Andreas Robert *3031
 

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